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Tierheilpraxis und Hundeschule Katharina Scholz
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CaniCura Update 30.08.2010
Update 30.08.2010 Update 30.08.2010 Update 21.08.10
Update 05.09.2010 |
Mit vielen Tipps für Welpenbesitzer und Welpeninteressenten 22.01.09: CaraMia wird am 17.02.09 zwei Jahre alt. Obwohl sie jetzt ein erwachsener Dalmatiner ist, benimmt sie sich häufig noch wie ein „Kindskopf“, sie ist so lustig und schelmisch geblieben wie als Junghund. Ihre Passionen: * Pfotegeben, auch fremden Menschen, charmant schauen und mindestens ein Leckerli abstauben. * Zusammen mit mir oder meinem Mann einkaufen gehen, besonders Bauhäuser, Gartencenter, Edelsteinladen, Künstlerbedarf liebt sie. Sie schaut sich alles genau an, schnüffelt es ab, beobachtet die Menschen…. Was sie wohl da so denken mag? Im Geschäft für den Künstlerbedaf hatten es ihr besonders die Marderhaarpinsel für die Aquarellmalerei angetan. * Mich zusammen mit der Whippethündin Xena zu meinen Seminaren und Workshops begleiten, die ich abhalte und mir als Assistentin zu helfen. Sie zeigt z.B. den Teilnehmern, wie ein Therapiehund z.B. Dementen helfen und Freude bringen kann. Die Workshop- und Seminar-Teilnehmer können mit CaraMia’s Hilfe verschiedene Aktionen ausprobieren. * Mit mir joggen gehen und mal im Spiel mit anderen Hunden einen rasanten Sprint einlegen und zeigen, was man von unseren Windhunden gelernt hat. * Urlaub auf Rügen!!!!!!!!!!!!!!! Dort kann sie an den Stränden unangeleint laufen und toben. * Ganz Neu: Mutter für unseren kleinen Whippetwelpen Tom sein. Sie hat den kleinen Rüden gleich adoptiert, putzt ihn, spielt und tobt mit ihm, bringt Tom ihr Lieblingsspielzeug, zerlegt zusammen mit dem kleinen Whippet Papprollen so, dass unser Teppich voller Pappkonfetti ist………Fehlt eigentlich nur noch, dass sie ihm Milch gibt. Weiteres siehe unter Tagebuch Tom * Auch neu: Mantrail (Anmerkung: Ist die Suche nach vermissten Personen mit Hilfe eines speziell dafür ausgebildeten Hundes). CaraMia hat sehr viel Jagd- und Hetztrieb, so dass sie oft angeleint mit mir unterwegs ist. Wenn sie mit anderen Hunden spielen möchte, kann ich sie ableinen, aber sobald sie ihre Nase in den Wind hält und zu stöbern beginnt oder eine Fährte aufnimmt, muss ich sie zurückrufen und anleinen. Stößt sie beim Laufen oder Spazierengehen auf eine Fährte, beginnt sie zu ziehen und möchte ihr unbedingt folgen. Sie lässt sich mit Konsequenz davon abbringen, aber ich möchte ihr das Spurenlesen nicht immer nur verbieten müssen. Also darf und soll sie ihr „Nasentalent“ beim Mantrail einsetzen. Wir trainieren 1-2 x pro Woche mit mehreren Mantrailern jeweils 3 Stunden bei jedem Wetter. CaraMia’s Menschenfreundlichkeit und Ausdauer (die Trails können später etliche Kilometerlang sein) ist für das Mantrailen ebenfalls eine prima Voraussetzung.
06.06.08: Heute haben wir mit unseren Hunden CaraMia’s Züchterin Karin Schmidt, Dalmatinerzwinger „von Schönhagen“ besucht. Von Cara’s Großmutter Vilia liefen noch vier 11 Wochen alte Welpen im Hundegarten. Unsere Dalmatinerin durfte zu den Kleinen. Erst war sie von dem Überfall durch die „Kurzen“ etwas irritiert, dann raste sie zwischen den Obstbäumen hindurch, damit die Welpen ihr folgen. Als sie bemerkte, dass die Kleinen nicht hinterher kommen konnten, lief sie langsamer. Schließlich kugelten Cara und ihre Pflegewelpen balgend über den Rasen. CaraMia’s Bruder Cajus und seine Besitzerin kamen noch zu Besuch. Nun tollten 6 Dalmatiner durch den riesigen Hundegarten. Cara und Cajus erkannten sich wieder und spielten wie Welpen miteinander. 04.06.08: CaraMia und Xena begleiteten mich nach Husum zum Workshop „Einsatz von Tieren in der Begleitung von Menschen mit Demenz“, den ich leitete. Die Teilnehmer, Therapeuten, Pfleger und Ehrenamtliche hatten die Aufgabe sich zu überlegen, wie sie verschiedene Gegenstände (Hundespielzeug, Zeitung, Waschschüssel u.ä.) und den Therapiehund in die Betreuung mit Dementen einbeziehen können. Anschließend probierten sie ihre Ideen zusammen mit meinen Therapiehunden CaraMia und Xena aus. CaraMia war begeistert von diesen Aktionen. Eine Gruppe hatte ein Leckerli auf ein Zeitungsblatt gelegt und dieses immer mehr zusammengefaltet, bis es wo klein war, wie ein Notizzettel. Cara musste herausfinden, wie man an das Schmankerl kommen kann. Schnell hatte sie das Zeitungspapier aufgefaltet. Beim Hütchenspiel (Pilonen) sollte CaraMia herausfinden, unter welcher Pilone ihr Lieblingsspielzeug versteckt ist. Schnell hatte sie heraus, wie sie ihr zugeworfenes Spielzeug auffangen kann. Hunde und Teilnehmer waren gleichermaßen begeistert – siehe Fotos. Zwischendurch lag sie ruhig auf ihrem Kissen und beobachtete das Treiben. Nach dem 4 stündigen Workshop schlief CaraMia tief und fest. 28.05.08: Heute waren wir mit unseren 3 Hunden (Xena, Whippet, 7 Jahre alt, Asjumo, Dalmatiner, 14 Jahre alt und CaraMia) im Freilichtmuseum Molfsee. Dort gibt es viele alte Häuser zu besichtigen und für Hunde zu erschnüffeln: Alte Fischerkaten, eine Schmiede, eine alte Bäckerei, eine Handweberei, Molkerei, Apotheke, alte Bauernhäuser u.ä. Für Hunde müssen diese alten Bauten wahre Schnüffelparadiese sein. Cara musste alles intensiv abschnüffeln, sie kroch in jede Ecke, erkundete auf den Hinterpfoten stehend alte Kochstellen, fand die Schlafkojen besonders anziehen. Auf den Wiesen um die Häuser herum laufen verschiedene Tiere: Hühner, Pferde, Schweine, Pfauen, Schafe, Esel. Eine Eselin, die frei auf den Wegen lief, war total fasziniert von unseren Hunden. Cara war dieses graue Tier etwas unheimlich als das Samtmaul ihr sehr nahe kam. Von unserem Asjumo war die Eselin so begeistert, dass sie ihm ein ganzes Stück hinterher lief. Auf einer nachgebauten alten Kirmes beobachtete CaraMia interessiert die Kinder in einem antiken Kettenkarussell und auf den Holzpferden eines anderen Karussells. 05.05.08: Endlich Frühling und Toben auf dem Hundeplatz bei Sonnenschein. CaraMia mit ihrer Ziehmutter Xena, ob die Windhündin Xena sich wohl zu einem Wettlauf animieren lässt? Einer ihrer Lieblingsspielkumpel, der Dalmatiner Borris der gerade im Wasserbecken planscht. Cara bei einer der Lieblingsbeschäftigungen eines Dalmatiners: Suchen und Schnüffeln. Was es wohl im Gras zu finden gibt? Vielleicht hat jemand ein Leckerli verloren? : Cara’s Lieblingsübung: Pfotegeben. 01.05.08: CaraMia hat heute zusammen
mit mir und unserer Whippethündin Xena (7 Jahre) zum ersten Mal an einem
Trainings-Marathon teilgenommen (42 km im Dauerlauf). Sie lief total gelassen im
Menschenpulk. Auf ein Schlüsselwort hin, weiß sie, dass sie ohne stehen zu
bleiben, mitlaufen soll. Ausnahme ist natürlich, wenn sie sich lösen muss.
Wurden wir überholt, lief sie unbeeindruckt weiter und auch bei eigenen
Überholmanövern verhielt sie sich wie ein alter Marathonhase. Hunde, die mit
ihren Besitzern an der Laufstrecke standen, schaute sie im Trab nur kurz an. Ich
habe beide Hündinnen und mich systematisch darauf trainiert, so lange Strecken
laufen zu können. Anmerkung:
Bitte trainieren Sie Ihren Hund für den Langstreckenlauf neben Fahrrad
oder neben dem Jogger systematisch über einen längeren Zeitraum. Bedenken Sie,
dass nicht jeder Hund dafür geeignet ist, z.B. Berner Sennenhund.
Großwüchsige Hunde und Zwergrassen dürfen so lange Strecken nicht laufen.
Caniden, bei denen eine Epiphysenfugenentzündung, ED, HD, eine
Gelenkfehlstellung (z.B. auch angezüchtete Steilstellung der Vor- und/ oder
Hinterhand) u.ä. vorliegt dürfen auch nicht derart lange Passagen laufen.
30.04.08: Jahrestag!!! Heute vor einem Jahr ist CaraMia bei uns
eingezogen. Die Zeit ist im Flug vergangen. Wie viele schöne Momente haben wir
schon mit unserer braun Getupften erlebt und so manchen Kampf ausgefochten, z.B.
in der Pubertät. Mal zog sie extrem an der Leine oder meinte mich angeleint
hinter Wild herzerren zu müssen. Dann gab es Tage, da glaubten wir, sie habe
alles Gelernte vergessen. Plötzlich gebärdete sie sich an der Leine beim
Vorbeiführen an anderen Hunden (auch bei denen, die sie kannte) wie ein „Fleckenm
o n s t e r“: Sie raste an der Leine auf die Artgenossen zu, bäumte sich auf und
bellte mit ihrer tiefen Stimme. Sie war kaum ansprechbar. Die Hundebesitzer
schauten uns fragend an: „Was ist denn mit Cara los?“ Mit fast 12 Monaten hatte
sie ihre ängstliche Phase, sie bellte plötzlich unsicher einen bestimmten
Frauentyp an oder fand schwarze Hunde sehr unheimlich. Aber mit Geduld und
Konsequenz haben wir auch diese Klippen gemeistert.
30.03.08: Wir und unsere vier Hunde haben unseren Urlaub wieder auf Rügen
verbracht. Schon beim Einbiegen in die Hauptstraße unseres Urlaubsortes Binz
hoben alle vier die Köpfe und wurden ganz aufgeregt. 17.02.08: CaraMia hat Geburtstag!!! Heute vor einem Jahr ist sie geboren worden. Dieses erste Lebensjahr ist wie im Flug vergangen. Wir genießen jeden Tag mit ihr und freuen uns noch auf viele Jahre mit der charmanten Dalmatinerhündin. 15.02.08: Einige Leberwerte sind bei unserer Dalmatinerhündin erhöht (Phosphate und ihre Verbindungen z.B.) Da sie sehr schnell wuchs, aufgrund ihres Bewegungsdranges viel Energie verbrauchte und dann auch zu dünn wurde, habe ich eine Zeitlang mehr Fleisch gefüttert. Beim Dalmatiner kann das zu Problemen wie zu hohe Phosphat- oder/ und Harnsäurewerte führen. Ich ernähre sie jetzt leberschonend und nahezu purinfrei (weniger Fleisch, nur Lamm, Geflügel, mageres Rind, grüner Pansen), das Fleisch ersetzte ich teilweise durch Hüttenkäse, Joghurt, Quark, dazu Gemüse, Vollkornreisflocken, Kartoffelflocken, Rübenmixflocken und ab und zu Hirseflocken. Täglich füge ich ungesättigte Öle hinzu und ein Vitamin Mineral Präparat gibt es kurmäßig. Um die Leber zu unterstützen bekommt CaraMia Vitamin B Komplex Kapseln, phythotherapeutische Präparate und Homöopathie. In einem viertel Jahr lassen wir noch mal durch eine Blutuntersuchung die Leberwerte überprüfen. 13.02.08: Heute geht es unserem Dalmatinermädchen schon wesentlich besser. Sie hat sich seit gestern nicht mehr übergeben. Sie spielt wieder und freute sich auf den Spaziergang. 11.02.08: CaraMia plagen fürchterliche Bauchkrämpfe. Heute ist sie schlapp, mag nicht fressen und auch nicht spazieren gehen. Sie liegt den ganzen Tag im Korb. Fieber und Durchfall hat sie nicht. Was uns etwas Sorge bereitet, dass sie sich innerhalb von 14 Tagen an 4 verschiedenen Tagen ohne ersichtlichen Grund übergeben hat. Ist es eine verschleppte Magen-Darm-Grippe, die sich nur über die Magensymptomatik äußert? Unsere anderen 3 Hunde sind aber total beschwerdefrei. Es könnte auch eine Magenschleimhautentzündung, Leberüberbelastung sein oder die Folge einer Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse. Es wurde eine Blut- und Kotprobe zu einem Speziallabor geschickt. Sie bekommt jetzt am 5 x am Tag kleine Portionen Magen- und Leberschonkost. CaraMia steht nicht wegen des T-shirt-tragens mit hochgezogenem Rücken da, sondern weil es eklig nasskalt ist und regnet. 06.01.08: 10 Tage nach der Kastration ist CaraMia so fit und fröhlich wie vorher. Sie hat die OP und die Zeit danach bestens überstanden. Heute durfte sie das erste Mal wieder auf einer Wiese ohne Leine mit unserer nur 12 kg leichten Whippethündin toben, Cara’s Hinterbeine schienen die Vorderbeine während der Sprints zu überholen, auf Cara’s Gesicht – Begeisterung!!! Xena rempelt beim Toben nicht und springt Cara auch nicht in die Bauchpartie, wenn sich die Dalmatinerhündin beim Toben auf dem Rücken kugelt. Verläuft die Heilung der Naht komplikationslos, sollten die kastrierten Hündinnen bis zu 14 Tage lang daran gehindert werden, an der Naht zu lecken. Dann werden in der Regel die Klammern oder Fäden entfernt oder das Nahtmaterial löst sich von selber auf. Danach kann man seine Hündin in der 3. postoperativen Woche mit einem vorsichtigen oder viel leichteren Hund wieder kurz toben lassen, wenn sie beschwerdefrei ist. 29.12.07: Heute ging die Dalmatinerin zweimal zusammen mit Xena jeweils 30 Minuten spazieren. Mit der Verdauung ist jetzt auch alles wieder ok. Zu Hause spielt sie, ist schmusig und ärgert schon wieder unseren 13,5 jährigen Dalmatiner Rüden Asjumo, indem sie ihn neckisch in die Hinterläufe kneift, damit er mit ihr spielt. Wir bremsen die beiden dann noch etwas, aber meist begnügt sich unser alter Rüde mit leichten, spielerischen Abwehrmaßnahmen Sie muss weder tagsüber noch nachts den Kragen tragen, durch das T-shirt lässt sie sich am Lecken an der Naht hindern. Ein paar Tage nach dem OP messe ich die Körpertemperatur, die bei einer Infektion, z.B. einer Peritonitis (Bauchfellentzündung) ansteigen würde. 28.12.07: Cara fraß ihr Hirseflocken- Joghurt mit Distelöl Frühstück mit Appetit. Den größten Teil des Tages verschlief sie. Die Dalmatinerin scheint keine Schmerzen zu haben, denn sie streckt sich schon und klettert wieder auf das Sofa. Sie wollte nur 15 Minuten lang spazieren gehen. Cara wirkte noch etwas verwirrt – Narkosefolge - und bekam deswegen ein homöopathisches Mittel. Mittags gab es dasselbe wie zum Frühstück und abends Hirseflocken mit Frischfleisch mit grünem Pansen. Kot hatte sie noch nicht abgesetzt. Zur Verdauungsförderung gab es 3 Eßl. Sahne zum Schlabbern, das schmeckte ihr bestens 27.12.07: Heute war der OP Tag. Sie durfte weder fressen noch trinken. Gestern Abend habe ich daher alle Wasserschalen weggestellt. Auf dem einstündigen Spaziergang konnte sie sich noch mal lösen. Beim Tierarzt bekam sie eine “Schlafspritze“. Damit sie es beim Einschlafen bequem hatte, wurde eine dicke weiche Decke auf den Fußboden gelegt. Nach dem Einschlafen wurde CaraMia in den OP geholt. Und wir fuhren nach Hause mit einem mulmigen Gefühl im Bauch. Ich habe schon mehrere Hunde operieren lassen, aber eine Anspannung ist immer wieder vorhanden, bis ich den Hund wieder in meinen Armen habe. Nach 45 Minuten der erlösende Anruf: Die OP war sehr gut verlaufen und wir konnten die Kleine wieder abholen. Sie lag auf der dicken Decke zugedeckt in einem Aufwachraum und wedelte uns freudig an. Auf der Decke trugen wir unsere Dalmatinerin ins Auto. Zuhause legten wir sie in den vorbereiteten Korb und deckten sie zu. Bei CaraMia sind nur die Eierstöcke (Ovarektomie) entfernt worden, der Uterus wurde belassen. Dadurch wird evtl.die Gefahr einer Inkontinenz durch die Kastration verringert. Die Naht ist nur ca. 4 cm lang und mit auflösenden Fäden vernäht worden. Der beste Zeitpunkt für eine Kastration ist ca. 4 Monate nach der letzten Läufigkeit. Sollte die Hündin im Rahmen einer Scheinmutterschaft ein Gesäuge haben, muss sich dieses vor einer Kastration total zurückgebildet haben, was mit homöopatischen Mitteln gefördert werden kann. Gut 2 Stunden nach der OP wurde sie unruhig in ihrem Korb und stand schwankend auf. Mein Mann trug sie runter in den Garten, wo sie einen Riesensee macht. Danach schlief sie aufgrund der Homöopathie entspannt ihren Narkoserausch aus. Ich gab ihr alle 15-30 Minuten entspr. homöopatische Mittel und Rescue Tropfen. Spätnachmittags bekam sie eine Scheibe getoastetes Weißbrot, da sie etwas Galle gespuckt hatte (der Magen war seit über 24 Stunden ohne Nahrung). Danach spukte sie nicht mehr. Abend fraß sie eine Mahlzeit mit eingeweichten Hirseflocken mit probiotischen Joghurt und 2 Eßlöffel Walnussöl, damit die Verdauung wieder in Gang kam. Abends zogen wir ihr zur Nacht ihr Hosen-T-shirt an. Die Nacht über schlief sie ruhig. 26.12.07: CaraMia stand abends mit einem fragenden Gesichtsausdruck herum: Warum gibt es heute Abend kein Fressen??? Nicht mal einen Kauknochen gibt es. Vor dem Schlafengehen keinen Hundekuchen? Resigniert rollte sie sich in ihrem Korb zusammen. Morgen um 9.30 Uhr soll Cara kastriert werden. Ca. 18-24 Stunden vor einer OP sollen Hunde nichts fressen, damit sie sich während der Narkose nicht übergeben müssen und der Darm weitestgehend entleert ist. Während der Narkose arbeitet der Darm nicht, was zu Obstipation führen kann. Daher blieb sie während des Nachmittagsspazierganges an der Leine, damit sie kein Gras frisst oder Stockteilchen nach dem Stöckezerkauen. Abends bereitete ich den Korb vor, in dem sie ihre Narkose“ verschlafen“ sollte. Ich wählte einen Korb, in dem sie ausgestreckt liegen konnte. Ich legte zuerst eine Plastikfolie hinein und dann 2 Hundedecken. Griffbereit lagen mehrere Handtücher, die ich ggf. etwas unter ihr Hinterteil schieben konnte. Im narkotisierten Zustand oder beim allmählichen Aufwachen verlieren manche Hunde noch den restlichen Urin, der sich in der Blase befindet (kann noch recht viel sein). Ein oder zwei Decken sollten unbedingt bereit liegen, um den Hund zu zudecken, denn in der Narkose und beim Aufwachen aus der Betäubung frieren die Hunde oft heftig. 25.12.07: Cara wird am Don. 27.12.07 kastriert, damit unsere Rüden und die Hündinnen nicht noch mal durch Cara’s Läufigkeit leiden. Heute habe ich 2 alte T-shirts, die so lang sind, dass sie bis zum Rutenansatz reichen, als Schutzkleidung umfunktioniert: Eines, damit sie nicht an die Naht gelangen kann, um daran zu lecken oder gar die Fäden herauszuziehen. Dazu ziehe ich ihr ein T-shirt wie eine Hose an, in die Ärmel kommen die Hinterläufe und durch den Halsausschnitt die Rute. Viele Abnäher sorgen für einen passformgerechten Sitz, der ein darin Verheddern und ein Stolpern über zu lange Soffteile verhindert. Breite elastische Binden, die amT- shirt angenäht wurden, verwende ich als Bänder zum Fixieren des Shirts. Zwei Bänder werden über dem Brustbein verschlossen und zwei Bänder werden im Nackenbereich am weichen, breiten Halsband verknotet, damit das Shirt nicht nach rutenwärts rutscht. Das zweite T-shirt dient als Schmutzschutz für Spaziergänge, damit bei Regen die Naht nicht feucht und verunreinigt wird. Cara’s Kopf kommt durch die Halsöffnung und die Vorderläufe durch die Ärmel. Den Ausschnitt habe ich durch ein paar Abnäher verengt. Der untere Abschluss des T-shirts wird durch mehrere Abnäher dem Taillenumfang etwas angenähert. Damit das Schutzshirt beim Laufen nicht kopfwärts hochrutscht, habe ich 2 Abnäher im Kruppenbereich eingefügt. Cara musste etliche Male das T-shirt Anprobieren über sich ergehen lassen. Sie war sehr geduldig und anschließend davon müde. 2 Tage lang lief sie schon mit den Shirts umher, um sich daran zu gewöhnen. Sie kann je nach Shirt Art damit spielen, laufen und sogar schlafen. Während des Probetragens stellte ich fest, dass noch hier und da weitere Abnäher nötig waren, da der Baumwollstoff sich beim Tragen noch weitete. Schon seit 5 Tagen übe ich mit ihr, den Schutztrichter zu tragen. Zuerst war ihr das „Ding“ unheimlich:“ Und da den Kopf reinstecken?“ Mit Frischfleischhappen lernte CaraMia schnell, dass es sich lohnt seinen Kopf in die Öffnung zu stecken, denn dann gab es diese Leckereien. Bald ließ sie sich den „Trichter“ anlegen. Nur damit sich zu bewegen und zu gehen, das traute sie sich nicht gleich. Ich nahm sie am Halsband, führte sie durch die Wohnung. Als Belohnung folgten Fleischbröckchen. Viele Hunde sind durch diesen „Schutzkragen“ irritiert, da sie dadurch breiter sind und neu lernen müssen durch Türen und andere Engen zu gehen. Wenn sie dann anecken, werden sie unsicher und trauen sich überhaupt nicht mehr zu bewegen. Wendungen müssen auch geübt werden. Durch den Trichter werden Geräusche der Umgebung verstärkt. Vor 5 Tagen habe ich überprüft, ob ich die notwendigen homöopatischen Mittel vorrätig habe: Zur Förderung der Wundheilung, zur Ausleitung der Narkose, zur Blutungs- und Schmerzminderung und ggf. zur Behebung einer Obstipation. Außerdem standen Rescue Tropfen bereit.. 10.12.07: CaraMia litt unter dem „Boredom-Syndrom“
(Langeweile-Syndrom). Symptome: Sie war sehr unkonzentriert, gehorchte plötzlich
schlechter, war „flippig“ und total überdreht, regierte öfters nicht mehr auf
Lob und Ansprache. Schmerzen und eine Erkrankung konnten ausgeschlossen werden.
Ursache: Während des Urlaubs hatte sie so viele verschiedene neue Situationen,
Menschen und Gegenstände kennen gelernt, dass sie jetzt unterfordert und
gelangweilt war. Sie ist eben ein Dalmatiner und die lieben Abwechslung und neue
Aufgaben. Nun gibt es nicht mehr nur die üblichen Laufrunden, die Spieleinheiten
mit anderen Hunden und die Übungen auf Hundeplatz und während des
Therapiehundtrainings, sondern wir besuchen mit ihr gerade verschiedene
Weihnachtsmärkte, unterschiedliche Einkaufsstraßen und
-passagen. Das findet sie total spannend, zumal es so viel für die
Dalmatinerspezialnase zu erschnüffeln gibt und die Augen ständig neue Dinge
entdecken. Besonders interessant war eine fahrende Spielzeugbahn im Schaufenster
einer Apotheke und ein elektrischer Spielzeughase, der vor einem Spielzeugladen
an einer Leine festgebunden war und hin und her hopste, wobei er merkwürdige
Geräusche von sich gab. Zu Hause wird sie durch Suchspiele in der Wohnung und
durch verschiedene Aufgaben, die sie lösen soll, gefordert: Zum Beispiel: 13.11.07: Die Bindung innerhalb des Rudels und zu
uns ist durch den Urlaub noch intensiver geworden. Die Freilauf-Übungen am
Strand auf Rügen zeigen heute während des Spazierganges ihre Früchte: CaraMia
lief ohne Leine zusammen mit Xena und 2 anderen Hunden, von denen einer eher zum
Weitweglaufen neigt. Cara galoppierte zwar hinter dem jungen Retriever her, aber
nach ca. 10 Metern drehte sie von selber ohne Zuruf um und kam zu mir. Ich lobte
sie und gab ihr ein Leckerli. Sie blieb immer in meiner Nähe und schaute sich zu
mir um, auch wenn der junge Rüde davonstob. Sie ist seit dem Urlaub draußen
ruhiger geworden und zieht nur noch selten heftig an der Leine. Auch bei starker
Ablenkung konzentriert sie sich besser auf mich. Viele Hundebesitzer sind
erstaunt, da sie mit 9 Monaten schon so ruhig und ausgeglichen ist. Urlaub tut
nicht nur den Menschen gut, sondern auch der Beziehung im Mensch und Hund Team,
denn zu keiner Zeit sind beide Seiten so entspannt wir im Urlaub!!! 07.10.07: CaraMia ist seit Beendigung ihrer ersten Hitze etwas scheinträchtig: Die Gesäugeleiste ist etwas angeschwollen, besonders die letzten beiden Zitzen. Cara ist manchmal etwas ruhiger. Sie tobt nicht gleich so wild mit anderen Hunden, aber nach einer Weile lässt sie sich anstecken. Gestern trafen wir einen 12 Wochen alten Cavalier King Charles Spaniel Welpen, den Cara sofort begeistert bemutterte. Zu Hause ist sie noch etwas schmusiger geworden. Mit 7,5 Monaten ist sie mit gut 57 cm Widerristhöhe eine große Dalmatinerhündin. Sie wiegt jetzt 22 kg und ist aufgrund ihrer langen Beine eine elegante Erscheinung. Wir vermuten, sie wird noch etwas wachsen, da sie hinten wieder höher ist als vorne. Sie ist jetzt so groß wie unser Dalmatinerrüde, der allerdings für einen Rüden dieser Rasse klein ausfällt. 30.09.07: Heute waren wir mit den Therapiehundlehrlingen, die lernen sollten auch bei großer Ablenkung souverän neben dem Rollstuhl zu laufen, auf dem Erntedankfestmarkt in Tarp. CaraMia und ihre Berner Sennenhundfreundin Emely mussten allerdings unbeabsichtigt einen Härtetest bestehen: Ein Besucher des Marktes überholte zusammen mit seinem kleinen Hund die beiden jungen Hunde neben dem Rollstuhl. Der Kleine bellte die beiden großen Hunde erst einmal ordentlich an. Das ging ja noch. Aber dann trug der Hundebesitzer ein Papptablett mit einem Riesenstapel lecker riechender Crepes in seinen Händen an den Hunden vorbei, das war schon sehr verführerisch. Und auf der Höhe der Therapiehunde fiel ein Crepe vom Tablett hinunter. Nach unserer Ermahnung ließen Emely und CaraMia dieses Schmankel liegen und erhielten zur Belohnung eine Handvoll Leckerlis. 24.09.07: Da das Wetter heute noch schön war und der gestrige Ausflug den Hunden so viel Spaß gebracht hatte, fuhren wir nachmittags nach Nordstrand an den Deich. Aufgeregt wurde herumgeschnüffelt. Imp bellte erst die entfernt grasenden Schafe an, im Glauben das wären alles Hunde, als wir uns ihnen näherten, stellte er fest, keine Hunde. Ab dem Zeitpunkt ignorierte er diese Wolltiere. CaraMia ignorierte dagegen die Schafknödel keinesfalls. Ständig versuchte sie diese „Leckerei“ aufzusammeln und zu fressen. Ich focht fast eine viertel Stunde einen Kampf mit CaraMia und den Schafsknödeln aus, bis sie „seufzend“ dieses leckere Hundekonfekt liegen ließ. Auf dem Rückweg begann diese Auseinandersetzung von vorne. Cara glaubte wohl, jetzt dürfe sie endlich diese leckeren Happen fressen. Aber leider war das nicht so. Ich glaube, wenn sie so viel davon hätte fressen dürfen, wie sie gewollt hätte, wäre sie geplatzt. Als Entschädigung gab es zu Hause leckeren frischen grünen Pansen. 23.09.07: Heute waren wir bei sonnigem Wetter mit allen 4 Hunden in Friedrichstadt, wo aufgrund des schönen Wetters reges Treiben herrschte. Cara lief souverän durch die Stadt und Menschenmengen. Fasziniert war sie von den Schiffen, die auf den Grachten unter den Brücken durchfuhren. Sie schaute dann mit gerunzelter Stirn von der Brücke auf die Menschen hinunter. Noch gekräuselter wurde die Stirn, als sie einen jungen Golden Retriever unter der Brücke, auf der sie stand, in einem kleinen Tretboot entdeckte. Was sie wohl da gedacht hat? Eine sehr große Anziehungskraft auf unsere Hunde hatten die Gerüche, die aus einem Fischladen in die 4 Hundenasen strömten, allerdings zog uns dieses Geschäft auch an. Wir holten uns Fischbrötchen und dann gab es Trennkost: Den Fisch vom Brötchen für die Menschen und die Brötchen nachher am Auto für die Hunde. 02.09.07: Heute hat uns Cara’s Verhalten einen mächtigen Schreck eingejagt. Cara hatte nachmittags mit einer gleichschweren 6 Monate alten Berner Sennenhündin gespielt. Cara schlägt beim Toben und Rangeln immer Purzelbäume. Dabei ist ihre Hundefreundin so unglücklich gegen CaraMia’s Hals gesprungen, dass die Dalmatinerin kurz aufjaulte. Sie schüttelte sich kurz und dann schien alles in Ordnung zu sein. Cara wurde eine halbe Stunde danach etwas unruhig. Aber dann begann sie auf der Wiese Heuschrecken zu jagen. Zu Hause schlief sie ruhig auf dem Sofa. Als sie aufstehen wollte, jaulte sie auf. Sie war am Hals und Vorderläufen plötzlich extrem schmerzempfindlich und lief panisch vor uns weg. Entweder hatte sich ein Halswirbel verschoben oder ein Bluterfuß, der sich allmählich verhärtete, drückte auf ein Nervengeflecht. Es war schnelle Hilfe angesagt. Als ich ihr ein Brustgeschirr anlegen wollte, um mit ihr zum Tierarzt zu fahren, versuchte sie sich unter das Bett zu verkriechen. Als wir sie raus zogen, weinte sie jämmerlich, aber sie versuchte trotz der Höllenschmerzen nicht zu schnappen. Ich saß während der nächtlichen Fahrt im Kofferraum, damit sie beim Tierarzt während des Öffnens der Heckklappe nicht panikartig raus sprang. Als Cara die Tierärztin sah, wedelte sie etwas. Die Spritze (Morphinpräparat und etwas Cortison) erhielt sie im Auto, damit sie sich nicht unnötig bewegen musste. Nach dem Aussteigen schüttelte sie sich zu Hause kräftig. Dann stand sie schwankend (vor Müdigkeit und aufgrund der Wirkung des Morphinpräparates) eine Stunde lang in ihrem Korb und traute sich aus Angst vor Schmerz nicht hinzulegen. Dann siegte die Müdigkeit über die Angst. Unsere Whippethündin Xena war sehr beunruhigt, da es ihrem „Adoptivwelpen“ so schlecht ging. Ich hatte Befürchtungen, dass es Tage dauern würde, bis sich die Dalmatinerin wieder von uns anfassen lassen würde. Aber morgens stand sie plötzlich neben dem Bett, wedelte und grinste mich mit breitestem Dalmatinerlachen an. Sie verhielt sich so, als ob sie nur einen schlechten Traum gehabt hätte. Wir konnten sie überall berühren. Eine Folge hat das Schockerlebnis doch: Sie ist noch anhänglicher geworden. 13.09.07: Gestern hätte Cara’s Läufigkeit nach 21 Tagen zu Ende sein sollen, aber sie blutet immer noch. In der ersten Läufigkeitswoche hat sie nur minimal hell wässrig geblutet und keiner unserer Rüden interessierte sich für sie. Ab 16. Läufigkeitstag muss sie ihre Eisprünge gehabt haben. Unsere Rüden Imp und Asjumo heulten häufig. Jetzt wird die Blutung wesentlich schwächer. Das Rudel leidet inzwischen doch unter der Trennung.
27.08.07: CaraMia hat nach Beginn der Läufigkeit noch einen richtigen Wachstumsschub gehabt und wiegt jetzt 21,1 kg. Sie hat seit letzter Woche 2 kg zugenommen und ist nur noch geringfügig kleiner als unser Dalmatinerrüde, der allerdings mit 55cm Widerristhöhe für einen Rüden auch klein ausfällt. 23.08.07: Voller Begeisterung wälzte CaraMia sich heute auf dem Rasen im Garten. Da sie überhaupt nicht mehr aufhörte, rief ich sie zu mir. Sie kam auch gleich angaloppiert: Das Rücken- und Nackenfell war blutverschmiert und Cara stank bestialisch (für die Menschen). Sie hatte auf dem Rasen eine zermatschte halbe Maus gefunden, wahrscheinlich die Reste einer Katzenmahlzeit. Nur abwaschen half nicht gegen den Gestank. Das erste Vollbad mit Hundeshampoo war fällig. Die Dalmatinerdame benahm sich prima bei ihrem ersten Bad. Blöd fand sie bestimmt, dass hinterher der schöne Geruch (für uns Gestank) verschwunden war. Vielleicht finden Hunde, dass unser Parfum auch stinkt. 22.08.07 Die letzten 3 Wochen hat CaraMia nicht zugenommen und ist auch nicht mehr gewachsen. Da sie in den Körperproportionen ausgewogen ist, kann es sein, dass sich ausgewachsen ist. Heute ist Cara mit 6 Monaten läufig geworden. Für Ihre Zuchtlinie ist es extrem früh, denn normalerweise werden die Hündinnen erst zwischen 7. und 8. Lebensmonat heiß. Aber in unserer Umgebung und Nachbarschaft sind alle Hündinnen läufig, na und dann noch 2 schicke Rüden in der Familie, das regt die Produktion weiblicher Hormone an. In 7 oder 8 Tagen werden wir die Rüden und die Hündinnen getrennt in der Wohnung unterbringen, bis die Hitze nach insgesamt 21 Tagen vorbei ist. Normalerweise markieren die Hündinnen eine paar Tage vor Läufigkeitsbeginn beim Spazierengehen ständig und die Scheide schwillt an. Bei Cara war nichts davon vorher zu bemerken, aber vor und während der ersten Hitze ist der Verlauf oft anders als bei späteren Läufigkeiten. Jetzt schwillt die Scheide etwas an. Die Blutungen sind sehr schwach, im Laufe der Hitze können sie aber noch stärker werden. Cara trägt jetzt in der Wohnung ein Schutzhöschen, damit sie sich daran gewöhnt. Ab und zu zieht sie es sich aus, indem sie den Klickverschluss öffnet. Damit nicht alle Rüden in der Umgebung verrückt spielen, erhält Cara 5 x täglich je 1Chlorophylltablette (von Canina Pharma). Diese Tabletten resorbieren den Läufigkeitsgeruch, verhindern aber nicht einen Deckakt und auch nicht, dass Rüden beim Zusammensein mit der läufigen Hündin aufgrund ihrer Körpersprache die Hitze oder Deckbereitschaft bemerken. Wann eine Hündin gedeckt werden kann und wie lange die Phase der Eisprünge dauert, ist von Hündin zu Hündin total unterschiedlich und kann auch von Läufigkeit zu Läufigkeit etwas variieren. Für die Hitze gilt ein Gesetz: Dass es kein Gesetz gibt, was die deckfähigen Tage betrifft. Cara läuft daher während der Spaziergänge nur noch an der Flexi-Leine. Es laufen übrigens nicht nur die Rüden den läufigen Hündinnen hinterher, sondern die Damen rennen dann auch den Rüden hinterher. Nach ein paar Tagen der Hitze sind Cara’s Blutungen stärker geworden und sie zieht sich das Höschen nicht mehr aus. 19.08.07: Heute Nachmittag sind wir mit allen 4 Hunden zum Tierpark Eekholt, der südlich von Neumünster liegt, gefahren. Die Whippets Xena und Imp und der 13 jährige Dalmatiner Asjumo kennen diesen Park aufgrund früherer Besuche schon. Während der ersten Minuten zog Cara aufgrund der vielen spannenden Gerüche aufgeregt an der Leine, dann lief sie meistens an lockerer Leine. Die Dalmatiner waren eine Attraktion für viele Kinder, die sich darüber freuten, dass sie den Hunden Leckerlis geben und sie streicheln durften. Sehr interessant fand CaraMia das Wiesel, dass durch das Gehege raste, um Fressenshäppchen von den Tierparkbesuchern zu ergattern. Cara stand auf ihren Hinterbeinen neben mir, um nicht das Wiesel aus ihren Augen zu verlieren. Fasziniert begutachtete sie die großen Blesshirsche mit den weißen Blessen und den leuchtenden Birkaugen. Unsere Hunde beachteten die Wölfe nur kurz, Erik, der Leitwolf dagegen schaute kritisch die getupften Hunde an. Immer wieder blickte er auf- und abschreitend zwischen den beiden hin und her. Cara interessierte sich erst dann wieder für das Wolfsgehege, als die Pflegerin mit einem Eimer voller Rippenstränge vom Rotwild an das Gehege trat. Cara stöberte aufgeregt. Während der Vorstellung der einzelnen Wölfe verhielten sich unsere Hunde ruhig, als aber die Pflegerin das Fleisch zu jedem Wolf in das Gehege warf, sprang Cara laut bellend auf, stellte sich auf die Hinterläufe und maulte die Wölfe an. Wir barfen unsere Hunde, aber Reh- oder Hirschfleisch haben sie noch nicht zu fressen bekommen, Cara hätte bestimmt gerne einen Rippenstrang ergattert. Aufgrund einer Sonderschau war ein Stand mit verschiedenen Klangkörpern aufgebaut. Egal mit welchem Klangkörper ich CaraMia konfrontierte, Schellen, laute Rasseln verschiedenster Art, Trommeln, sie zeigt sich sicher und neugierig. Die Stäbe, in denen Sand oder Kies waren, hätte sie gerne gehabt, um drauf herum zu kauen. 15.08.07: Vor einigen Tagen reagierte CaraMia das erste Mal wütend gegenüber einem Hund. Ich joggte mit Cara und Xena an einem Bauernhof vorbei, auf dem kein Hund lebt. Aber an dem Tag hatten Urlauber ihre kleine Terriermischlingshündin frei auf dem Hof, der nicht eingezäunt ist, laufen. Als ich am Hof vorbeilief, sah ich die Hündin nicht, da sie durch eine Hecke verdeckt war. Die Terrierhündin schoss vom Hofplatz laut schreiend und bellend auf mich zu. Meine Hündinnen liefen gerade hinter mir. CaraMia hielt das wohl für einen Angriff auf mich und raste knurrend und tief bellend so weit auf den Angreifer zu, wie es die Flexi-Leine zuließ. Xena stand den Terrier anbellend direkt vor mir. Die fauchende Terrierdame musste vom Besitzer eingefangen werden, da sie überhaupt nicht daran dachte auf Zuruf zum Besitzer zu kommen. 12.08.07: MeaCara ist mit ihren 6 Monaten ein wirklich typischer Dalmatiner, nicht nur was die Flecken betrifft sondern ganz besonders ihren Charakter. Diese Hunde mit den runden Punkten können es wirklich in sich haben. Kommentar meines Freundes: „Manchmal ganz schön anstrengend.“ Sie hat manchmal ein kaum zu bändigendes Temperament, dann z.B., wenn mein Freund mit den alten Rüden alleine losgeht und ich mit den jungen Hündinnen laufen gehe. Begegnen wir uns dann auf dem Spaziergang, ist CaraMia kaum zu halten. Sie zerrt an der Leine, wenn sei die anderen Familienmitglieder entdeckt hat, springt mit allen Vieren in die Luft, überschlägt sich wirklich fast vor Freude. Aber anderseits kann sie ruhig stundenlang in ihrem Korb neben meinem Schreibtisch liegen, an dem ich gerade arbeite. Oder sie liegt unangeleint während meiner Vorlesungen ruhig neben mir in ihrem Korb. Aufgrund ihres zeitweise überschäumenden Temperaments nennen wir sie jetzt oft CaraMia. Sie kann unendlich an der Leine ziehen, wenn SIE irgendwo hin will. Zum Beispiel, wenn sie die Spur eines Rehs aufgenommen hat, das ein Stück auf dem Wanderweg entlanggelaufen ist. Die Nase „klebt“ extrem am Boden, man wundert sich, dass sie nicht aufgeschürft wird. CaraMia hängt sich dann in ihr Halsband, stemmt die Pfoten in den Boden und gibt Gas. Die Bestandteile des Besitzerschultergelenkes kommen maximal schmerzhaft auf Zug und es fordert manchmal viel Kraft und Kondition, die Hündin bremsen zu können. CaraMia muss dann konsequent und energisch zur Ordnung gerufen werden. Dringt man dann zu ihr durch, läuft sie wie ein Lamm aufmerksam an loser Leine, als ob nichts gewesen wäre – auch nicht die energische Ansage, nicht zu ziehen. CaraMia hat einen umwerfenden Charme und dabei soll man konsequent bleiben. Erhebe ich die Stimme, um sie davon abzuhalten, die Kunstblume auf dem Treppenabsatz weiter zu sezieren, dreht sie sich um, schaut mich an. Dabei schwingt der ganze Körper von links nach rechts, wobei so heftig gewedelt wird, dass die Rutenspitze gegen Cara’s Schulterblatt stößt, der Kopf ist leicht gesenkt, die Ohren werden elefantenmäßig gehalten und ….. sie zeigt ihr umwerfendes dalmatinisches Lachen, wobei ihr Nasenrücken total gekräuselt ist und die Lefzen hochgezogen sind, so dass man ihre Schneidezähne sieht. – Tja, selbst ein eingefleischter Dalmatinerbesitzer kann da schwach werden. Möchte sie abends mal nicht vom heiß geliebten Sofa, dreht sie sich auf ihren Rücken und zeigt ihren Bauch, den man dann doch bitte massieren könnte. Gestern sollte sie im Wald einen abgenagten Hühnerknochen auslassen, den sie immer dalmatinerhungrig aufgenommen hatte, tat sie auch prompt, verpasste mir einen charmanten Schmatzer auf meine Nase und nahm den Knochen wieder ins Maul !?! Letztendlich ließ sie ihn dann doch fallen und liegen, da sie bemerkte, dass ich noch sturer bin als sie. Sie kann sich so herzerfrischend doll freuen und quasselt dann vor sich hin. CaraMia hat ein außerordentliches Repertoire an Tönen, mit denen sie ihre Freude und Begeisterung mitteilt. Cara ist sehr anhänglich und anschmiegsam. Sie ist ein richtiger Familienmensch, würde man sagen, wäre sie ein Mensch. Sie sucht unsere Nähe, aber ohne einem auf die Nerven zu gehen und liebt es abends neben uns auf dem Sofa zu liegen um zu kuscheln. Alleine im Garten bleiben und rumschnüffeln. Kurz ja, aber dann muss sie schauen, wo denn Ihre Menschen geblieben sind. Die Dachterrasse ist sehr beliebt bei unseren Hunden. Sind wir nicht mit draußen, trabt immer mal wieder ein Dalmatiner oder Whippet rein, um zu schauen, dass wir ja nicht verschwinden. Zwingerhaltung oder bei Familien, bei denen Dalmatiner oder Whippets 8 Stunden pro Tag alleine bleiben müssen, ist für diese Hunde absolut ungeeignet, auch wenn sie zu mehreren gehalten werden. Wir müssen unsere Hunde nur sehr selten und nur kurz mal alleine zu Hause lassen, was sie dann aber auch akzeptieren. Am liebsten kommen sie aber mit, z.B. zu Freunden, zum Essen im Restaurant, ins Pflegeheim, um die Mutter meines Freundes zu besuchen…. und natürlich mit in den Urlaub, der ohne unsere Hunde für uns auch kein Urlaub wäre. Urlaub mit 4 Hunden ?!? Das geht prima, wenn die Hunde sehr gut erzogen und regelmäßig in neue Umgebungen mitgenommen werden. CaraMia liebt die Abwechslung. Sie ist nicht wählerisch, was das Fressen anbetrifft, aber liebt es, wenn sie mal etwas anderes zu fressen bekommt. Am liebsten spielt sie Selbstversorger. Nein, vom Tisch hat sie bisher nicht geklaut, aber alle die in Maulhöhe hängenden Gartenhimbeeren im Garten unserer Freunde wurden gepflückt und gefressen. Unterwegs sammelt sie Himbeeren, Brombeeren und Äpfel. Beim Training immer dasselbe nach Schema F wiederholen, das geht gar nicht. Cara’s Antworten: A) Nase runter und ziehen und nicht mehr auf den Besitzer reagieren, Motto bin anderweitig beschäftig, B) sich abwenden und in der Umgebung herumschauen, C) sich demonstrativ hinsetzen und seinen Besitzer anschauen mit dem Blick „Wenn Du die Übung noch nicht kannst, bleibe ich hier gerne sitzen, bis Du zu Ende geübt hast.“ Immer wieder neue Spazierwege und Gegenden erkunden, das begeistert sie. Und dann noch eine Gelegenheit zum Baden und Buddeln zu haben, das ist die Krönung. Wir leben in der Nähe eines urwüchsigen Flusses, mit vielen seichten Stellen, an denen Hunde und Menschen gut baden können. Bei warmen Wetter fischen unsere Hunde Leckerlis aus dem Fluss, die wir hineingeworfen haben. Untypisch für einen Dalmatiner: Cara ist nicht so verfressen, dafür unserer 13 jähriger Dalmatinerrüde Asjumo umso mehr – also gleichen sie sich aus. CaraMia ist ein Bewegungsnaturell, aber ist dabei nicht hibbelig oder überdreht und unruhig. Sie liebt lange Spaziergänge (am besten die mit viel Abwechslung), Laufen und Herumtoben mit uns oder anderen Hunden. Dalmatiner zählen zu den Laufhunden, die zu ausdauerndem Laufen fähig sein sollen. Mit 2 x pro Tag 30 – 45 Minuten gemütlichen Spaziergang wäre Cara überhaupt nicht zu frieden. Wir sind morgens zwischen 1,5 und 2 Stunden unterwegs: Ein Stück jogge ich mit CaraMia und der Whippethündin Xena, dann folgt eine Abendteuerstrecke mit Schnüffelareal und Baumstämmen, auf denen sie balancieren oder die sie überspringen. Meistens findet Cara dann eine Stelle, an der sie unbedingt buddeln muss. Häufig arrangiere ich Suchspiele während des Spazierganges für die Hunde. Meistens treffen wir Hunde, mit denen sie um die Wette rennt und herumbalgt. Oder Cara zieht im Renngalopp Kreise durch hohes Gras. Der Dalmatiner muss mindestens 1 x am Tag Gelegenheit haben, ausgiebig lossprinten zu können. Dann joggen wir wieder ein Stück. Oft treffen wir die Kinder des Waldkindergartens. Cara ist im Umgang mit den Kindern trotz ihres dalmatinischen Temperaments weniger stürmisch und nach kurzer Begrüßung sogar behutsam. CaraMia liebt Kinder und Jugendliche. Lernen Dalmatiner während der Prägephase (Geburt bis 16. Lebenswoche) Kinder kennen, sind sie meistens sehr kinderlieb. Kurz vor unserer Wohnung wird der Ausflug bei warmem Wetter noch mit einem ausgiebigem Bad in dem Fluss „Treene“ incl. Leckerlifischen beendet. Cara spielt am frühen Nachmittag oft selbständig mit ihren Spielsachen und die restliche Zeit ruht oder schläft sie meistens und holt sich manchmal eine Streicheleinheit ab. Sie hat noch nichts zerbissen, bis auf 2 Blätter von besagter Kunststoffpflanze und hat etwas einen Benjamin (echte Pflanze) gerupft. Spätnachmittag oder abends fahre ich manchmal ein kleines Stück Fahrrad und es folgt noch ein Spaziergang meist mit allen 4 Hunden, oft noch mit Gang durch unseren Ort. Oder ich fahre zum Trainingsplatz (4 x pro Woche), wo sie mit anderen Hunden läuft und spielt und wo wir üben (Gehorsamkeitsübungen, kleine Agilityübungen mit ganz niedrigen Hürden, Suchspiele u.ä.). Dauer ca. 1,5-2 Stunden, incl. Pausen. Werden einem Dalmatiner diese oder ähnliche Aktivitäten und Abwechslung geboten, ist er ausgeglichen, freundlich, souverän, fröhlich und ein prima Familienmitglied. Mit ihm kann man um die Welt reisen und er geht mit einem durch dick und dünn. Das Markenzeichen „Wohnung mit Dalmatinern“ hat CaraMia auch schon hinterlassen. Sie hat ihr Babyfell verloren, was wir an unseren Teppichen, Autositzen und Kleidungsstücken bemerken: Mehr oder weniger mit weißen Haaren behaftet. Natürlich auch mit braunen, aber die fallen nicht so auf. Ein Teil verschwindet im Staubsauger und der Rest bleibt halt. Selbst aus der Lüftung unserer Autos strömt so manches Dallihaar heraus. Wenn ein Dalmatiner haart, dann gründlich. Manche Dalmatiner haaren ständig etwas. Also kein Hund für Sauberkeitsfanatiker, besonders dann nicht, wenn dunkle Teppiche in der Wohnung liegen. Übrigens: Unsere Whippets haaren nur wenig und oft überhaupt nicht. 24.07.07: Jetzt wiegt MeaCara mit 22 Wochen 18.8 kg und hat eine Widerristhöhe von fast 52 cm. Bin ich mit ihr alleine unterwegs glauben viele, es wäre unser Dalmatinerrüde Asjumo. Die letzten Milchzähne hat sie inzwischen verloren, die letzten hingen wahrscheinlich bei einem weißen Schäferhund, mit dem sie öfters spielt, nach dem Toben im Fell. Cara versuchte ihn immer wieder am Fell festzuhalten beim Spielen und hinterließ beim Zahnwechsel immer blutige Spuren in seinem Pelz. Die bleibenden Zähne müssen sich jetzt nur noch ganz aus ihrem Kieferbett herauswachsen. MeaCara hat alle Zähne bekommen. Manchen Hunden fehlen aufgrund der Domestikation oder aufgrund eines zu kurz gezüchteten Fanges ein oder mehrere Zähne. Die Hunde werden dadurch meist nicht beeinträchtigt, wenn der Fang nicht so kurz gezüchtet wurde, dass es zu Zahnfehlstellungen mit Folgeschäden kommt (z.B. Perforation des Gaumens durch die Fangzähne). Am Freitag bin ich im Auto nur mit MeaCara nach Burghaldt-Schotten (Hessen/ Hoher Vogelsberg) gefahren, wo ich im Seminarhaus Hoher Vogelsberg als Dozentin Vorlesungen gebe. Eigentlich wollte ich Xena mitnehmen, aber sie war aufgrund eines eingetretenen Dorns, der sich nicht herausziehen ließ, stocklahm. Cara überstand die lange Autofahrt prima. Ich bin morgens lange mit ihr spazieren gegangen und habe unterwegs 3 Pausen eingelegt. Sie hatte vor der einen Pause sehr tief geschlafen und wunderte sich nach dem Aussteigen aus dem Auto über die fremde Umgebung. Die Fahrt verschlief sie oder sie schaute sich aus dem Seitenfenster die Umgebung an. Was sie wohl dabei gedacht hat? Es ist das erste Mal gewesen, dass sie für Tage von ihrem Hunderudel getrennt war und ich war gespannt, wie sie darauf reagierte. Im Seminarhaus fanden gleich mehrere Kurse parallel statt und daher herrschte ein reges Treiben als wir eintrafen. Cara nahm das alles gelassen hin, ließ sich bewundern und streicheln. Begeistert lief sie auf einen schwarzen Pudelmischling, Bobbie genannt, zu. Dieser vierbeinige „Gasthörer“ war der Hund einer meiner Seminarteilnehmer. Bobbie (1 ½ Jahre) und Cara lagen während der Vorlesungen unangeleint ganz ruhig in ihren Körben, schliefen oder kauten an ihren Kauknochen oder Rinderohren. Während der Pausen spielten die beiden im Seminarraum oder rasten durch den großen Garten. Wenn ich mir zu den Mahlzeiten Essen vom Buffet holte, blieb sei ruhig in ihrem Korb liegen. Die Übernachtung im Hotel war auch kein Problem. Das wichtigste auf Reisen ist für die Hunde der eigene Korb oder die eigene Decke, es ist ein Stück gewohnte Heimat. Spielsachen sind auch wichtig, besonders für jüngere Hunde, damit sie nicht unerlaubte Gegenstände als Spielzeug umfunktionieren. Als ich abends mit MeaCara am Vogelsberg spazieren ging, stellte ich fest, sie kennt keine Kühe. Dort, wo wir zu Hause spazieren gehen, leben Pferde, Esel und zottelige Hochlandrinder. Hier starrte sie diese gescheckten Kühe fasziniert an, bellte, machte Spielaufforderung. Das Muhen fand sie erst etwas unheimlich. Am nächsten Tag beeindruckten die Rinder sie nicht mehr. Auf einer kleinen Koppel lief ein kleines Ponyfohlen begeistert neben MeaCara her, denn es war wie Cara gepunktet. Jedes Mal, wenn wir an dieser Weide vorbeigingen, kam das gefleckte Ponyfohlen angestürmt und wieherte zur Begrüßung. Als wir wieder zu Hause waren gab es eine begeisterte Begrüßung zwischen den Hunden. Wegen ihres Temperamentes nenne ich Cara jetzt oft CaraMia. Sie hat einen besonderen Faible: Himbeeren selber pflücken. Sie kennt inzwischen die Stellen, an denen sie wachsen. 13.07.07: MeaCara ist jetzt fast 21 Wochen alt und hat unseren Whippetrüden Imp größenmäßig überholt. Cara ist jetzt eine Widerristhöhe von 50 cm. Sie ist immer noch im Zahnwechsel, nun kommen die Fangzähne durch. Momentan reagiert sie manchmal vor bekannten Dingen ängstlich. Kurz vor der Pubertät oder in dieser Zeit reagieren viele Welpen/ Junghunde auf gewohnte Dinge oder bekannte Menschen unsicher oder ängstlich. Wenn auf dem Hundeplatz neben ihr ein Hundespielzeug quietscht, weicht sie ein ganzes Stück zurück. Anschauen möchte sie diese unheimlichen Quietschteile dann auch nicht. Ich spiele zu Hause mit Xena und Imp mit einem lauten Quietschspielzeug, damit die Dalmatinerin sich an das Geräusch gewöhnt und beobachten kann, dass Imp und Xena damit begeistert spielen. Noch schaut MeaCara etwas skeptisch bei diesem Treiben zu. Untersucht aber nach der Aktion mit langem Hals dieses Spielzeug. Seit Beginn des Zahnwechsels ist sie extrem empfindlich, wenn man ihr ins Maul schauen möchte. Jetzt rennt sie sogar fort. Cara muss es aber lernen, dass ich ihr Maul untersuchen und öffnen kann, z.B. um ein Stöckchen, das sich zwischen den Zahnreihen verkeilt hat, zu entfernen oder um Medikamente eingeben oder die Zähne untersuchen zu können. Auf Leckerlis reagiert sie in dieser Situation mit Desinteresse. Ich setze Cara jetzt mehrfach täglich vor mich hin, fixiere sie mit den Knien und einem Arm um die Brust und hebe kurz die Lefzen an, öffne sanft das Maul. Sie versucht zwar erst sich herauszuwinden, beruhigt sich aber von Tag zu Tag mehr. Anschließend gibt es ein besonders gutes Leckerli oder ein tolles Spiel, auf das sie dann auch gleich eingeht. Man könnte jetzt einwenden, dass MeaCara in diesen Übungssituationen unter Stress gerät (tut sie auch etwas), aber unser Vertrauensverhältnis ist so gut und gefestigt, dass es unserer Beziehung nicht schadet. Sie lernt auf der anderen Seite, Situationen zusammen mit mir zu verkraften, die ihr erst einmal unangenehm sind. Hält man jeden Stress von seinem Hund fern (Stichwort Calming Signals), so lernt er es nicht damit umzugehen und reagiert in bestimmten Situationen dann über. Vor und nach den Aktionen mit Quietschspielzeug und Sich-ins-Maul-schauen-lassen gebe ich MeaCara mehrfach eine Gabe Rescue Tropfen. Außerdem bekommt sie noch 3 x täglich eine Bachblütenmischung. Ich gehe immer noch viel mit ihr alleine spazieren oder habe nur einen von den anderen Hunden mit. So kann ich wesentlich besser auf Cara eingehen, Fehlverhalten verhindern, positives Verhalten zum richtigen Zeitpunkt bestätigen (richtiges Timing). Mit Imp und ihr gehe ich alleine nicht spazieren, da er dazu neigt aufgrund seiner Erkrankung häufig auch neutral reagierende Hunde anzubellen. Seine zeitweiligen Schmerzschübe aufgrund einer Autoimmunpolyarthritis, führen zu einer generalisierten Unsicherheit gegenüber Artgenossen. Ich möchte nicht, dass Cara dieses Anbellen von Imp lernt. Wenn die ganze kleine Meute Ausgang haben soll, führt mein Freund zwei Hunde. 04.07.07: Gestern abend wurde MeaCara noch gewogen: 15,9 Kg. Jetzt quälen sie ihre Backenzähne, die kurz vor dem Durchbrechen sind. Wenn sie Kauknochen kaut, sind diese samt Unterlage plötzlich ganz blutig. Beim Toben mit anderen Hunden hinterlässt sie Blutspuren in deren Fell, wenn sie gerade einen Zahn verloren hat. Gefunden haben wir noch keinen Milchzahn, meistens werden sie einfach verschluckt. Die Nacht war für alle kurz und unruhig. Sie musste 2x raus zum Pinkeln. Sie wühlte unruhig mit ihrer Decke herum oder sie kaute geräuschvoll an ihrer Mangrovenwurzel, die in ihrer Schlafhöhle liegt. Nach dem morgendlichen Spaziergang fiel die Spielrunde mit unseren anderen Hunden viel kürzer aus als sonst. Sie schläft jetzt seit 3 Stunden ganz tief und fest. 03.07.07: Heute erfreuten die Whippets Friedrich und Xena und die Dalmatinerhündin MeaCara die Bewohner der geschlossenen Dementenstation in der Villa Carolath in Langstedt. Die Dementen werden durch die Therapiehunde wache, aufmerksamer, aktiver und beginnen zu erzählen. Die Hunde zaubern oft ein Lächeln und Lachen in die Seelen und Gesichter der Bewohner. Ein Mann im Rollstuhl fühlte sich durch die kleinen Windhunde nicht angesprochen, als Cara in sein Blickfeld trat, erschien ein strahlendes Lächeln in seinem Gesicht. Als ich ihn fragte, ob der die kleine Dalmatinerhündin streicheln möchte, tat er es begeistert. 02.07.07: Sonntagnachmittag begleitete MeaCara zum ersten Mal die Therapiehundschüler im Pflegeheim Cura in Tarp. Das Pflegeheim hat Cara zusammen mit Xena schon mehrfach besucht. Die erste Station des Einsatzes war heute die Cafeteria. MeaCara lief neugierig und freudig mit, schaute sich alles interessiert an. Die vielen Rollstühle, Rollatoren und Gehstöcke irritierten sie überhaupt nicht. So temperamentvoll die fast 5 Monate alte Dalmatinerin sonst sein kann, so ruhig und sanft ging sie auf die Bewohner zu. Sie ließ sich streicheln, nahm Leckerlis sanft aus den Fingern oder von der Hand. Ich konnte sie auf Stühle setzen, damit die Bewohner sie besser sehen und streicheln konnten. Ein Problem hatte Cara allerdings doch: „Warum darf ich nicht die lecker riechenden Kuchenkrümel vom Boden fressen?“ Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich die Bewohner auf die verschiedenen Hundetypen reagieren, die schmalen grazilen Whippets, die verschieden farbigen Labradore und die kleine Dalmatinerin. Die braunen Punkte auf dem weißen Fell faszinieren viele Demente und Schlaganfallpatienten. MeaCara und Xena besuchten noch einen schwer betroffenen MS Patienten. Als wir das Zimmer betraten, lag er teilnahmslos im Bett. Die Augen fast geschlossen, die Atmung flach und regelmäßig. Ich legte Cara neben ihn auf seine Bettdecke und legte seine eine Hand auf das warme Hundefell. Ich führte seine schlaffe Hand beim Streicheln. Die Atmung vertiefte sich und wurde regelmäßig. Cara beobachtete den reglosen Bettlägrigen, begann leise zu greinen, zu wuffen. Da öffnete er die Augen halb, suchte Blickkontakt zu der kleinen Hündin und versuchte über Laute zu kommunizieren. Daraufhin „antwortete“ MeaCara mit einer vielen verschiedenen Lauten, die vom Patienten auch wieder beantwortet wurden. Dann folgte von dem Bewohner ein tiefer Seufzer bevor er einschlief. Cara bekam eine Handvoll Leckerlis von mir und viele Streicheleinheiten und Lob von der Ergotherapeutin, die uns begleitet hatte. 25.06.07: Mit gut 18 Wochen wiegt sie 15,5 kg und ist gut 46 cm hoch. Sie hat extrem lange Beine bekommen und sieht schlacksig aus – eben wie ein Teenager. Fressen kann Caramia ohne Ende, durchschnittlich zw. 500 und 650 g Junior Trockenfutter auf 3 Mahlzeiten verteilt täglich. Ich „füttere alle unsere Hunde mit dem Auge“, d.h. als Richtwert wähle ich die Fütterungsempfehlung auf dem Futtersack. Aber ich schaue mir unsere Hunde (auch Cara) an, wie ihre aktuelle Figur ist. Beginnen sie mollig zu werden, reduziere ich sofort die Futtermenge werden sie zu schlank, erhalten sie mehr Futter in den Futternapf – unabhängig von der vom Hersteller empfohlenen Futtermenge. Welpen füttere ich so, dass sie e t w a s zu viel auf den Rippen haben, damit sie ggf. im Krankheitsfalle, z.B. Magen-Darm-Infekt, etwas zum Zusetzen haben. Cara hatte innerhalb von 18 Std. Durchfall fast 1 kg Gewicht verloren. MeaCara ist aufgrund ihres Zahnwechsels geradezu kausüchtig. Zu Hause werden Kauknochen zerlegt, wird an der Mangrovenwurzel teilweise 1 Std. lang herumgekaut und an speziellem Kauspielzeug herumgeknautscht. Sogar während des Spazierganges wird weitergekaut. Sie nimmt kleine Stöcke auf und kaut während des Laufens daran herum wie auf einem Kaugummi oder einem Zahnstocher. Vorgestern bekam sie plötzlich Hamsterbacken, weil sie das Stöckchen wie eine Pferdetrense quer im Maul hielt. Die Stöcke werden oft kauenderweise bis vor die Haustür getragen und dann auf dem Absatz neben der Treppe deponiert. Besucher lächeln immer über dieses „Holzlager.“ Liegt sie im Garten….zerkaut sie Stöcke. Vor 2 Tagen bin ich das erste Mal mit MeaCara Fahrrad gefahren, aber nur 500 m. Da Cara keine Angst vor Fahrrädern hat, wenn sie nebenher geführt wird, bin ich aufgestiegen und langsam losgefahren. Geführt wurde sie am Brustgeschirr. Sie lief so sicher und freudig, als ob sie schon täglich neben dem Fahrrad getrabt wäre. 2-3 x pro Woche übe ich das Laufen neben dem Rad, aber nur ganz kurze Strecken. Es geht nur darum zu lernen, wie soll ich mich als Hund neben dem Fahrrad verhalten. So lernt der Junghund früh, wie man kontrolliert neben dem Rad trabt und ggf. lassen sich 15 kg Temperamentsbündel leichter dirigieren als später 23-25 Kg. Beginnen Sie erst mit einem Jahr mit dieser Übung bei einem temperamentvollen Dalmatiner, so ist es sehr anstrengend und vielleicht auch gefährlich den Hund zu korrigieren und zu handeln. 18.06.07: Die Zaubermaus ist vor 2 Tagen 17 Wochen alt geworden und wiegt 14,5 kg. Sie ist mit knapp 46 cm Widerristhöhe fast so groß wie unsere Whippethündin Xena. Jetzt sieht sie schon eher nach Junghund aus, der Brustkorb wird tiefer, die Bauchdecke verjüngt sich deutlich nach rutenwärts. Momentan ist sie hinten höher als vorne. Der Kopf formt sich Richtung Erwachsenenkopf aus. Die oberen Schneidezähne brechen auch oben durch, die unteren Schneide-Milchzähne sind komplett den bleibenden Incisivi gewichen. Rückblickend bin ich immer wieder erstaunt (und das nach 20 Jahren Dalmatinerzucht), wie schnell und wie viel die Welpen lernen können. Stubenrein war sie eigentlich schon mit 10 Wochen. Mit 14 Wochen hatte sie es raus, wie man seinen Menschen mitteilt, dass man raus muss. Treppen (mit rutschfesten Stufen) rauf und runter darf sie ca. 2 x täglich laufen, wenn sie kein Freigabekommando für die Treppe bekommt, betritt sie diese meistens nicht. Gestern musste sie doch mal schnell hochlaufen ins Schlafzimmer, um sich still auf die schöne weiche Bettdecke zu kuscheln, auf die die Sonne schien. Ja, Thema Bett und Sofa!?! Spreche ich mit Hundebesitzern darüber, streitet erst einmal jeder vehement ab, dass sein Hund auf dem Sofa oder im Bett liegen darf. Erzähle ich aber (und das als Hunde- und Menschentrainerin), dass Cara morgens zum Kuscheln ins Bett kommen darf und Sofa und Sessel auch zu ihren Ruhestätten gehören, kommt oft ein verschmitztes Lächeln und ein „Na ja, bei uns darf er/ sie es auch.“ Ein noch weit verbreiteter Irrglauben, besagt immer noch, Hunde die Bett und Sofa mit ihrer Familie teilen, würden zu dominant werden. Man müsse als Mensch immer höher oder größer als der Hund sein. Meine Familie hat überhaupt keine Probleme, ihre Stellung gegenüber unseren Hunden behaupten zu müssen. ABER: Auf dem Sofa wird nur geruht, der Mensch wird nicht geschoben, bedrängelt oder andersartig belästigt, dann heißt es „Ab“ nach unten. Mit der höheren Ebene ist das auch so ein Ammenmärchen. Cara liegt meistens auf dem Sofa und die ranghöhere und ältere Xena schläft im Korb darunter. Xena denkt überhaupt nicht daran, Cara vom höheren Sofa runter zu zitieren, damit sie keine Rangordnungsprobleme bekommt. Rangordnungsprobleme entstehen nicht aufgrund von 1-4 Einzelelementen, sondern sind das Resultat von sehr vielen Faktoren. Und das, was oft als „Dominanzverhalten“ betitelt wird, ist oft keines, sondern vielleicht Angst, Unsicherheit, ein Nicht-Verstehen- Können, was die Besitzer vom Hund wollen, eine Folge von zu wenig Bewegung und geistiger Beschäftigung …. Alle Grundkommandos, die man für seinen Hund im Alltag braucht, beherrscht sie, wie z.B. „Sitz“ an der Bordsteinkante vor dem Überqueren der Straße. „Bleib Sitz“ vor der Haustür bis ich das Hundehandtuch zum Abtrocknen geholt habe oder vor dem Füttern. „Warten“ bis sie die Treppe hochlaufen darf oder hoch getragen wird oder beim Öffnen der Heckklappe bis sie aus dem Auto gehoben wird. Sie geht ohne zu ziehen an der Leine. Sie hat gelernt mit Spielzeug mit Menschen zu spielen, ohne dass sie in unsere Kleidung oder Hände und Unterarme beißt. Auf „Nein“ nimmt sie Gegenstände vom Boden, aus der Hand nicht auf, bei „Aus“ lässt sie Gegenstände aus dem Maul fallen. Sie liegt im Restaurant ruhig auf ihrer Hundedecke. Sie lässt sich abrufen, auch während des Spielens mit anderen Hunden. Sie springt nicht an, sie klaut kein Essen vom Tisch und, und…..Zu viel für so einen jungen Hund? Über Sharping (Verhalten formen), durch positive Motivation und Konsequenz lernen junge Hunde schnell, sicher und gerne. Holen Sie sich einen Welpen, bekommen Sie, wenn er gut aufgezogen wurde, einen schon gut erzogenen kleinen Hund. Auf dieser Basis können Sie aufbauen.
13.06.07: Sie wechselt gerade die oberen Schneidezähne und die oberen P1 und P2 (Zähne direkt hinter den Fangzähnen) brechen durch. Heute bellte sie Inlineskater an, die sie sonst nicht beeindruckt haben. Dann möchte sie morgens nach ein paar Metern Spaziergang gleich wieder umdrehen und zurück nach Hause, locke ich sie mit Leckerlis, lässt sie sich überreden weiter mit mir und Asjumo mit zu kommen. Dann läuft sie so, als ob nichts gewesen wäre. Manchmal ist sie nörgelig und scheint neben sich zu stehen. Außerdem ist sie geradezu kausüchtig, jeder Stock wird während des Spazierganges aufgehoben und durchgekaut. Zu Hause holt sie sich ständig die Moorwurzel aus der Spielzeugkiste und knault darauf herum. Während des Zahnwechsels können bei den Welpen die Stimmungen schlagartig wechseln, sie zeigen Angst vor Dingen und Situationen, die sie nie beeindruckt haben, sie sind manchmal quengelig, dann wieder überanhänglich. Mit der Stubenreinheit kann es wieder Probleme geben oder sie neigen dann zum Freudenpinkeln. 09.06.07: MeaCara ist jetzt 16 Wochen alt. Die Kleine hat sich einen heftigen Magen-Darminfekt eingefangen – kein Wunder, sie beginnt gerade heftig mit dem Zahnwechsel. Zurzeit geht der Magen-Darminfekt bei Mensch und Hund um. Während des Zahnwechsels ab ca. 16. Lebenswoche können Welpen anfälliger für Infekte sein. Zum Schluss musste sie nachts stündlich raus und brachte nur noch Wasser und Schleim heraus. Ihr war so übel, dass sie nicht trinken mochte. Am nächsten Morgen bekam sie beim Tierarzt eine Antibiotika Spritze und eine Injektion gegen Brechreiz. Die Beschwerden waren schlagartig vorbei und Cara holte ihren Schlaf nach. Sobald ein Welpe Durchfall hat, der über mehrere Stunden anhält, muss er so schnell wie möglich zum Tierarzt. Wenn Wochenende ist, müssen Sie mit ihm in die Notsprechstunde fahren und dürfen nicht versuchen bis zum Wochenanfang abzuwarten. Welpen dehydrieren (trocknen aus) wesentlich schneller durch Diarrhoe als erwachsene Hunde. Durch den hohen Wasserverlust gerät der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht, Folgen können sein: Kreislaufschwäche, Kollaps, Nierenversagen, Herzrhythmusstörungen usw. Nach der Behandlung empfiehlt es sich, dem Welpen dann Schonkost zu füttern, wenn er wieder fressen mag: Reis oder Nudeln gekocht, mit gekochtem Hühnchen- oder Putenfleich. Statt Fleisch können Sie auch Hüttenkäse wählen. Der Welpe sollte reichlich Trinken zur Verfügung haben. An das Trinkwasser können Sie eine Prise Salz geben, denn durch den Durchfall und das Erbrechen verlieren die Hunde Natrium, das für Stoffwechselvorgänge lebenswichtig ist. Wenn sich der Stuhlgang wieder normalisiert hat und das Erbrechen vorbei ist, können Sie Ihren Hund allmählich wieder an die übliche Kost gewöhnen, indem Sie die Schonkost mit dem gewohnten Futter mischen. Cara hat durch den Magen-Darminfekt etwas an Gewicht verloren, so dass sie immer noch 12,8 kg wiegt. Aber sie wird bei Ihrem Appetit schnell wieder zunehmen. 06.06.07: Von Wasser hält MeaCara nichts, wenn es von oben als Regen herunterströmt oder wenn mit einem feuchten Tuch die Pfoten abgewischt werden. Aber in einem Fluss an einer seichten Stelle im Wasser toben, macht Spaß. Erst war sie vom Wasser irritiert, dann warf ich Leckerlis rein. Schnell hatte sie raus, wie man als Hund diese Happen von der Wasseroberfläche fischt. Anfangs hatte sie Probleme mit der Strömung, da die Leckerlis verschwanden, wegliefen. Bald wusste sie, in welche Richtung sie laufen musste, damit ihr die Beute nicht entwischte. Plötzlich fing sie an, die Wasserspritzer und die Luftblasen auf der Wasseroberfläche fangen zu wollen und bekam einen Rennflash im Fluss. Dann entdeckte sie ein kleines Holzstück, das auf dem Grund des Flusses lag und begann danach zu tauchen. Es gelang ihr, diese tolle Beute rauszufischen. Ein Naturtalent im Schnorcheln. 05.06.07: Heute waren wir mit der kleinen Dalmatinerhündin das 2. Mal bei Tarp’s tollen Tagen. Da die Sonne schien, waren viel mehr Besucher als gestern bei diesem Dorffest. Heute traute sie sich bis an die Riesenlautsprecher heran, aus denen die Musik so laut dröhnte, dass man während eines Gesprächs brüllen musste, um sich zu verständigen. Sie setzte sich unter die Lautsprecher und schaute neugierig dem Treiben zu. Wir gingen aber schnell von der lauten Musik fort, um Cara’s Ohren nicht zu schädigen. 02.06.07: MeaCara wiegt im Alter von 15 Wochen 12.8 kg, sie hat seit letzter Woche fast 2 kg zugenommen und ist mächtig in die Höhe geschossen. Futterverbrauch zurzeit: Fast 500 g Trockenfutter pro Tag, incl. Leckerlis für das Training und Übungen. Nicht alle Welpen in Cara’s Größe und Alter brauchen diese Futtermenge, aber in den ersten 6 bis mind. 12 Monaten (je nach Rasse) müssen Sie damit rechnen, dass Sie einen deutlich höheren Futterverbrauch haben als bei einem erwachsenem Hund. Je nach Trockenfuttersorte brauchen Sie in der Hauptwachstumsphase 25-35 g Futter pro kg Körpergewicht pro Tag. Gestern hat sie den Schock ihres Lebens erhalten. Die Tür zur Abseite war unbemerkt aufgesprungen. MeaCara hatte es aber entdeckt und nutzte die Gelegenheit zu einer Schnüffel-Forschungsreise durch diesen unbekannten Raum. Darin steht u.a. ein altes Elektrotherapiegerät auf Rollen, an dem viele Kabel herunterhängen. Beim Schnüffeln muss die Dalmatinerhündin sich in dem Kabelsalat verfangen haben. Nun wollte sie die Abseite verlassen, konnte sich nicht aus den Fesseln befreien, geriet in Panik und lief los – verfolgt von einem Ungetüm auf Rollen. Die Räder verkanteten sich an der Türschwelle. Cara zog verzweifelt an den Kabelfesseln und das blöde Ding würgte sie auch noch. Das war zu viel, erst knurrte sie das Monster an, half nichts – klägliches Welpenschreien – Knurren – Schreien…Ich kam angeschossen und rettete die Verzweifelte aus den Klauen des Ungeheuers. Cara schoss in mein Arbeitszimmer unter den Schreibtisch – sichere Höhle. Als ich ihr folgte, kam sie mir zitternd mit eingeklemmter Rute entgegen. Erste Hilfe: Rescue Tropfen (gebrauchsfertig verdünnt) alle 5 Minuten je 3 Tropfen direkt ins Maul. Ich setzte mich in der Nähe von dem Gerät auf einen Sessel, Cara auf meinen Beinen sitzend. Nein, anschauen wollte sie dieses Monster nicht, nachher fühlt es sich provoziert und greift wieder an. Nach ein paar Gaben Notfalltropfen entspannte sie sich und schüttelte sich kräftig. Ich ließ 15 Minuten verstreichen und holte MeaCara’s Futternapf und legte eine Futterspur Richtung Eletrogerät und verteilte Bröckchen auf dem Gerät (Rollen fixiert). Wie praktisch, dass Dalmatiner so verfressen sind. Sie folgte begeistert der leckeren Fährte und fraß die Futterbröckchen vom Gerät, als ob nichts geschehen wäre. Nebeneffekt: Nun lief sie ständig zur verschlossenen Abseite und wollte hinein, vielleicht war da noch Futter? In Tarp fanden „Tarp’s tolle Tage“ statt mit vielen Ständen und Aktionen, wie Tanzgruppe des Kindergartens, Kinderflohmarkt usw. statt. Besonders toll, die Würstchenstände – dieser Geruch. Die vielen Kinder fand Cara anziehend und besonders dann, wenn sie noch ein Würstchen in der Hand hatten. Aber abbeißen durfte man nicht, nicht ein einziges Malt – blöde Konsequenz. Erst war sie irritiert, von der lauten Musik aus den Lautsprechern, weil sie stark zwischen den Gebäuden hallte. Ich führte sie weiter von der Musik fort, sie beobachtete und horchte in Ruhe. Aldi LKW’s , die entladen werden, haben für einen Welpen etwas faszinierendes. Eine Rampe, die hoch und runter fährt, einen scheppernden Hubwagen, die blinkenden Warnleuten, die in der Metallrampe eingelassen sind und der emsig hin und herlaufende Fahrer. Meine Freundin hat MeaCara einen neuen Kosenamen gegeben: Zaubermaus. Ja zaubern kann sie wirklich – jeden Tag Freude in unser Leben.
27.05.07: Sie ist 14 Wochen alt und wiegt 10,9 kg. Heute hat sie ein neues Brustgeschirr bekommen, aus dem alten ist sie rausgewachsen. Anfang der Woche hatte sie plötzlich Angst vor vorbeifahrenden Autos, ohne dass sie damit schlechte Erfahrungen gemacht hat. Sie hat 3 Tage lang eine individuelle Bachblütenmischung von mir erhalten. Die Autofurcht ist vorbei, im Gegenteil jetzt würde sie wieder gerne neugierig hinterherlaufen. Viele Welpen haben kurzfristig Angstphasen vor Dingen oder Situationen, die sie eigentlich kennen. Werden sie dann von den Besitzern einfühlsam unterstützt und geführt, gibt sich diese Phase wieder. Ich führe MeaCara hauptsächlich am Brustgeschirr. Die Halspartie ist bei Welpen noch wenig bemuskelt, daher können die Muskeln die Halswirbelsäule nicht stabilisieren, wenn der Welpe mit viel Schwung in die Leine oder in die 5-8 m lange Flexileine springt und einen Ruck am Hals bekommt. Sie trägt zusätzlich ein weiches Halsband in der Wohnung, damit wir sie schnell anleinen können, wenn sie zum Lösen raus muss. Das Geschirranlegen würde dann zu lange dauern. Außerdem gewöhnt sie sich so schon an das Halsband. Ich lasse die kleine Dalmatinerin noch sehr viel an der Flexileine laufen, damit sie sich erst überhaupt kein Fehlverhalten angewöhnt wie z.B. hinter Joggern herzulaufen, Essen und Müll vom Boden aufzuheben und aufzufressen, Menschen anzuspringen…..Mit Hilfe der Leine kann ich unerwünschtes Verhalten unterbinden und gewünschtes unterstützen. Streckenweise läuft sie auch an einer kurzen Leine, damit sie sich daran gewöhnt, nicht so viel Freiraum an der Leine zu haben. Ziehen und Zerren an der Führleine unterbinde ich durch sanfte Methoden (den Situationen angepasst). Ihr Wachstum verläuft abenteuerlich: Mal wächst der Rumpf, dann nur die Beine, dann ist sie hinten höher als vorne. Mal wirkt sie kompakt, dann schlacksig. Es ist ein fast täglicher Wechsel ihrer Statur. Inzwischen können wir ihr bei Bedarf die Pfoten abwaschen. Wir baden unsere Hunde nur sehr selten. Aber manchmal ist es nötig z.B. nach Wälzen in Aas oder in Rehdung. Ich gewöhne Welpen mit Futter daran, in der Badewanne zu stehen und sich Pfoten und Beine abduschen zu lassen. Nach dem Badewannentraining stieg sie noch 2 x alleine rein und suchte nach weiteren Leckerlis. Gestern war MeaCara zum ersten Mal bei Dauerregen mit uns und den anderen 3 Hunden unterwegs. Erst nörgelte Cara leise vor sich hin wegen des Regens, kein Wunder sie ist hauptsächlich bei trockenem Wetter und Sonnenschein groß geworden. MeaCara entdeckte spannende Wurzeln unter denen sie prima buddeln konnte, weil die Erde darunter noch trocken war. Cara war anschließend mit Erde paniert. Als wir gerade den Heimweg angetreten hatten, stürzte ein Platzregen auf uns herab, der nicht mehr aufhörte. Zuerst ertrug die Kleine diesen Guss tapfer, doch bald strebte sie heimwärts. Das letzte Stück legten wir im Laufschritt zurück, da der Welpe zu frieren begann. Zu Hause bekam sie nach dem Abtrocknen einen Rennflash durch unsere Wohnung. Sie lief sich trocken. Sie hat den 11 Monate alten Sohn unserer Bekannten kennen gelernt. Schnell hatte sie begriffen, ihn nicht anzuspringen, die Pfoten sanft einzusetzen. Der Kleine war begeistert von den Tupfen der Dalmatiner. Als das Kleinkind blitzschnell durch das Wohnzimmer krabbelte, musste ich Cara bremsen, denn sie wollte mit dem Menschenkind so toben, wie sie es von ihren Geschwistern gewohnt war. Schnell hatte sie gelernt, mit dem Kleinen vorsichtiger umzugehen. Spannend fand sie den bunten Spielteppich und den großen Plastiktrecker. Heute hatte Cara eine besondere Art, Bescheid zu sagen, dass sie raus musste. Sie reckte sich am Küchenschrank hoch und maulte. Ich glaubte, sie wollte an die darauf stehenden Erdbeeren. Als ich nicht reagierte, landete ein kleiner See vor meinen Füssen als Hinweis, was sie wollte. Den Rest erledigte sie draußen. 24.5.07: MeaCara entdeckt die höheren Ebenen. Sie ist größer geworden und kann nun die Bücher im Regal erreichen, sich am Küchentisch hochrecken, auf dem so verführerisches Essen steht, die Gegenstände, die auf dem Beistelltisch liegen, kann sie nun untersuchen – jetzt heißt es aufpassen und klarzustellen, dass auch die neu zugänglichen Dinge für Hunde tabu sind. Heute hat Cara unsere Katze auf der Wohnzimmer Fensterbank entdeckt, als sie ihre Vorderpfoten oben auf die Rückenlehne setzte, um aus dem Fenster zu schauen. MeaCara stupste mit ihrer Nase gegen die der Katze. Als der Stubentiger darauf nicht reagierte, wurde er bepfötelt und antwortete darauf mit einem Scheppern, da er umgefallen war. Die Porzellankatze überlebte diese Begrüßung unbeschadet. Der temperamentvolle Dalmatinerwelpe testet zurzeit seine körperlichen Grenzen aus, indem er Hänge runterrast, dabei vielleicht mal wegrutscht, so in die Kurven rein galoppiert, dass er sich überkugelt oder versucht im Höchsttempo über die Wiese zu fegen und letztendlich mit der Schnauze im Maulwurfshügel zu landen. So werden die Propriozeption (Tiefensensibilität), die Beweglichkeit, das Reaktionsvermögen und die Ausdauer trainiert. Neues Spielzeug: Frische vom Baum abgeschälte Rinde, die noch weich und dadurch zäh ist. MeaCara darf sie unter Aufsicht zerlegen. Zeitweise sieht das Zimmer aus, wie die Halle eines Sägewerkes. Der Staubsauger kommt anschleißend wieder in Aktion, um die ganzen Rindenstreifen aufzusaugen. Seit gestern wächst Cara sehr viel, sie ist wahrscheinlich mit Wachsen und eventuell schon mit der Vorbereitung des Zahnwechsels beschäftigt. Der Zahnwechsel beginnt in der Regel zwischen 14. und 16. Lebenswoche und endet meist zwischen 5.und 6. Lebensmonat. Heute ist die „Tiernanny“ bei uns eingezogen – ein 60cm großer Plüschteddybär. Er wurde sofort freudig durch Gesichtablecken begrüßt. Die vom Spaziergang müde MeaCara kuschelte sich gleich zum Schlafen an die „Nanny“ ran. Die Idee stammt aus dem Whippetzwinger Almansor’s. Die Züchter legten ein riesiges Plüschschwein in die Wurfkiste und wenn die Mutterhündin nicht darin lag, schmiegten sich die Windhundwelpen sofort an die Ersatzmutter. MeaCara liebt es, wenn sie auf dem Sofa steht, sich mit den Vorderläufen auf der Fensterbank abzustützen und das Treiben auf der Straße zu beobachten. Fehlt nur noch das weiche Kissen unter den Ellenbogen, dann wär’s die Tratschtantenhaltung. Cara’s Mutter und Großmutter stehen genauso am Küchenfenster und sehen so minutenlang fern. Ob MeaCara diese Eigenheit geerbt hat? 22.05.07: MeaCara hat gestern einen Mastiff mit 80 kg Körpergewicht kennen gelernt. Sie schnüffelte ihn mit gerunzelter Stirn ab: Riecht nach Hund, aber gibt es wirklich so große Hunde??? Cara hat ein neues Spiel mit unserer Whippethündin Xena entdeckt: Während Xena in ihrem Häuschen (Gitterbox mit Decke abgedeckt) frisst, drückt MeaCara von außen gegen die Boxentür und schiebt sie so zu. Dann beobachtet sie eine Weile die fressende Xena und zieht die Boxentür anschließend auf. Worauf Welpen kommen! Cara hat in unserer Küche die Schublade mit dem Band am Griff bemerkt und herausgefunden, wenn man mit dem Maul kräftig an der Schnur zieht, öffnet sich die Schublade. Schade zwischen den Kochtöpfen ist nichts Spannendes oder Fressbares zu entdecken. Das Steinzeitalter ist angebrochen: Sie will jeden Stein aufheben und durchkauen. Zum Glück lässt sie auf „Nein“ den Stein liegen oder sie läßt ihn auf „Aus“ fallen. Fast alle Welpen kauen irgendwann begeistert auf Steinen oder schlucken sie gar hinunter. Nun könnten Sie meinen, solange der Kleine seine Milchzähne hat, können Sie Steinchenkauen zulassen, denn es werde nur der Schmelz der Milchzähne geschädigt. Aber Ihr Welpe gewöhnt sich ein Fehlverhalten an, das er oft auch dann ausüben wird, wenn die bleibenden Zähne vorhanden sind .Schluckt er zu viele Steinchen hinunter, kann es zu Magen- oder Darmproblemen kommen. Das am Bau (Haus) kleben, ist wesentlich weniger geworden. Gehe ich mit MeaCara spazieren, bleibt sie kurz bei der üblichen Stoppschwelle stehen, läuft dann aber zügig weiter (Siehe auch unter 12.5.07). Allerdings reagiert sie immer noch mit Fluchttendenzen, wenn sie einen Hund bellen hört, den sie nicht sehen kann. Viele Welpen reagieren aus einem Schutzinstinkt so. Ich folge der angeleinten MeaCara in einer derartigen Situation so weit, bis sie nicht mehr so heftig vor dem Bellen davonstrebt. Wir bleiben dann stehen, damit sie die Situation in Ruhe orten kann. Den Zahnwechsel bereite ich durch die Gabe von bestimmten Schüssler Salzen vor. Diese Calciumpräparate werden besonders gut vom Organismus aufgenommen. Da Cara so extrem wächst, habe ich die Zufuhr von Proteinen reduziert: Sie erhält mit 13,5 Wochen Junior- und Erwachsenentrockenfutter gemischt. Die Endgröße wird sie auch bei dieser Ernährung erreichen, allerdings in einer „gesunden“ Wachstumsschnelligkeit. Bei zu rasantem Wachstum können z.B. Schmerzen und Instabilitäten entstehen. Das letzte Stück unseres morgentlichen Spazierganges führte an einer extrem stark befahrenen Straße, auf der auch viele LKW’s fahren, entlang, damit sie auch stärkeren Straßenverkehr kennen lernt. Interessiert hat sie allerdings nur ein Kaugummi, das auf dem Gehweg klebte und eine flatternde Werbebroschüre, die sie aufnahm und sich um die Ohren schüttelte. 19.05.07: MeaCara wiegt mit 13 Wochen 10,5 kg .Ein- bis zweimal in der Woche müssen Halsband und Brustgeschirr weiter gestellt werden. Unsere Whippethündin Xena spielt begeistert mit der Kleinen. Sehr beliebt das „Burgspiel.“ Einer besetzt einen Hundekorb und der andere versucht, den Korbbesitzer irgendwie rauszulocken durch Scheinattacken, lautes Anbellen und Annörgeln, Lieblingsspielzeug zeigen usw. Gelingt es, den Korbbesitzer aus der „Burg“ rauszulotsen, wird sie schnell erobert und besetzt. Das Spiel kann lautstark von vorne beginnen. Heute hat MeaCara auf einer Pferdekoppel große Dalmatiner entdeckt. Aber, oh Schreck, sie kamen herangalloppiert, waren dann furchterregend groß, stiegen, keilten übermütig aus, jagten hin und her → Knabstrupper Junghengste. Nach einer Weile hatte sich Cara an die tobenden Pferde gewöhnt und beobachtete sie neugierig. Die Hinterlassenschaften dieser Pferde auf dem Weg zur Koppel fand MeaCara schon sehr schmackhaft, leider durfte sie nicht alle aufessen. Menschen haben doch manchmal keinen Geschmack. Hydranten, die am Straßenrand lauern, wurden bei der ersten Begegnung mit Sicherheitsabstand und langem Hals beäugt, dann angeblafft und weggeniest und von hinten beschnüffelt. Was diese Dinger sollen, ein Hunderätsel. Aber die daraufliegenden Leckerlis schmeckten prima. Beim nächsten Hydranten schaute MeaCara gleich nach, ob da wieder Leckerlis oben auf liegen. Eines der Tageshighlights ist es, morgens von Cara mit breitestem, dalmatinischem Lachen begrüßt zu werden – dabei kann kein Mensch und Hund ein Morgenmuffel bleiben!!! Der ganze Nasenrücken ist gekräuselt, die Ohren sind nach hinten zusammengeknautscht, der Kopf leicht gesenkt, der ganze Körper schwingt bogenförmig hin und her und die Rutenspitze berührt beim freudigsten Wedeln das Schulterblatt. In der Welpenspiel- und -übungsgruppe hat MeaCara eine neue Freundin gefunden, eine 20 Wochen alte Galgo Hündin, die man so toll hetzen kann oder mit der man sich begeistert über den Rasen kugelt. Knut, der Terriermixjunghund, steht inzwischen nicht mehr wie vom Donner gerührt da, wenn MeaCara wie ein Schrapnell auf ihn zugeschossen kommt. Er hat entdeckt, dass sie eine Hündin ist und vielleicht mal sehr interessant sein wird (erste Läufigkeit). 16.05.07: Cara hat in den gut 2 Wochen viel gelernt. Sie holt überhaupt z.B. nichts aus den Regalen oder von den Tischen, auch keine Nahrungsmittel. Wir haben absichtlich nichts weggeräumt, damit MeaCara von Anfang an lernt, was sie nehmen darf und welche Gegenstände tabu sind. Die ersten Tage waren wir ständig auf dem Sprung, um den Welpen zu korrigieren. Diese Mühe lohnt sich aber. Wichtig ist, dass der Welpe ständig Zugang zu seiner Spielzeugkiste hat. Wechseln wir den Raum, wandert diese Wunderkiste mit. Hat ein Welpe kein Spielzeug zur Verfügung, muss er sich an Ihren Gegenständen vergreifen. Heute hat MeaCara einmal deutlich Bescheid gesagt, dass sie raus muss zum Lösen. Sie sprang an der Tür Richtung Türklinke hoch. Auf dem Spaziergang stürmten heute begeistert ca.15 Kinder im Alter zwischen 6 und 8 Jahren auf Cara zu, was sie toll fand. So viele Menschen zum Begrüßen, Spielen und Schmusen. Ein Junge krabbelte schnell auf allen Vieren vor ihr her, die kleine Dalmatinerin und eine tobende Kindergruppe folgten ihm. Jedes Kind durfte MeaCara oder Xena führen. Zum Abschied erhielten die Hunde noch Leckerlis von den Kindern. Trotz ihrer Begeisterung fragten die Kinder anfangs, ob sie die Hunde streicheln dürften. Jetzt hat MeaCara ihr „Sammler-Alter“: Alles, was auf der Straße oder den Wegen liegt, möchte sie auf- und mitnehmen. Da sie aber schon gelernt hat auf „Nein“ Gegenstände liegen oder auf „Aus“ sie fallen zu lassen ist, können wir die Sammelwut gut kontrollieren. Eine vergammelte Brotscheibe bleibt so liegen und auf „Nimm“ hebt sie einen „erlaubten“ Stock auf. Die Kleine hat schon ausgeprägte jagdliche Ambitionen, die ich schon jetzt in ein anderes Verhalten umleite, damit sie später nicht jagen geht. Wie man mit dem Welpen Gegenstände liegen- oder auslassen trainiert und jagdliches Verhalten kontrolliert ist individuell unterschiedlich, da jeder Welpe verschieden veranlagt ist und individuell reagiert. Zur zeit arbeiten wir am Thema Nicht-Anspringen, was einem Dalmatiner aufgrund seiner überschwänglichen Freudenausbrüche beim Begrüßen sehr schwer fällt. Beim Welpen sagen die Begrüßten meistens „ ach lassen Sie doch, sie ist noch so klein oder jung“. Die Umgebung hat es mit der Konsequenz des Hundehalters dann oft schwerer als der Welpe. Lernt der Welpe von Klein an, Menschen auf vier Pfoten zu begrüßen, erspart man ihm später das mühsame Abtrainieren des Anspringens. Heute hat MeaCara mit einem Pressluftbohrer und Rüttelmaschinen der Straßenbauarbeiter Bekanntschaft gemacht. Nach kurzem Schauen, fand sie das Werkzug, das auf dem Gehweg lag spannender, den Lärm und die Vibration des Untergrundes registrierte sich nicht mehr. Schon in diesem Alter muss man Welpen mit solchen Geräuschen und Situationen gefühlvoll vertraut machen, damit es selbstsichere und souveräne Hunde werden. 13.05.07: MeaCara war heute wieder zusammen mit Xena im Altenpflegeheim. Aufgrund des Muttertages waren viele Besucher da. Cara begrüßte mehrere Heimbewohner, saß bei einer Frau im Rollstuhl auf dem Schoß und schmuste mit ihr. Während des Mittagessens lag sie zusammen mit Xena ganz ruhig auf ihrer Decke und beobachtete das Treiben. Im Garten fand sie die Ziegen und die Pfauen außerordentlich faszinierend, merkwürdig, warum reagieren Ziegen so überhaupt nicht auf Spielaufforderungen. Ich besuche mit Cara häufig zwei verschiedene Altenpflegeheime, um sie auf ihre Arbeit als Behindertenbegleithund und Therapiehund vorzubereiten. 12.05.07: Gestern Abend wurde MeaCara auf der Spaziergehrunde von den 3 Großen (Xena, Imp, Asjumo) begleitet. So konnten wir einen Rundgang durch Tarpholz machen. Geht man mit Cara alleine, so möchte sie nach knapp der halben Strecke umdrehen und den gleichen Weg nach Hause gehen, zurück in die sichere Höhle. Ich lasse sie gewähren, da es ein Schutzinstinkt bei Welpen ist, sich nicht zu weit vom sicheren Heim zu entfernen. Versuchen Sie nicht, den Welpen hinter sich herzuziehen. Lässt er sich auch nicht durch Leckerli oder vielleicht Spielzeug zum Weitergehen motivieren, hat das nichts mit Ungehorsam oder Sturheit zu tun. Drehen Sie um und gehen mit dem Welpen nach Hause. Oft ziehen die Kleinen, je mehr es Richtung Heimat geht. Dieses Verhalten sollten Sie nicht hart unterbinden. Ab und zu bleibe ich stehen, schaut Cara sich dann um, rufe ich sie freundlich. Kommt sie zu mir, gibt es ein Leckerli. Zieht sie die letzten Meter lasse ich es in diesem Alter (12 Wochen) noch zu. Wildhundwelpen entfernen sich bis zu einem Alter von zehn Wochen nur maximal 200 m von der Höhle, auch wenn die erwachsenen Rudelmitglieder sich weiter entfernen. Mit 12-13 Wochen entfernen sie sich im Beisein von den Erwachsenen nur 1 km vom Bau. Deshalb wollen Welpen ab einer bestimmten Distanz von Zuhause entfernt nicht mehrweitergehen. Cara hat heute ein Riesentrampolin kennen gelernt. Nachdem ihr die Kinder nicht mehr suspekt waren, die darauf herumhopsten, wollte sie rauf zu den Kindern. Diese setzten sich auf die Sprungfläche und lockten den Welpen mit Leckerlis über die blaue Kunststofffläche. Selbst als die Sprungfläche sich etwas stärker unter ihr bewegte, suchte sie weiter nach Keksen oder spielte mit den Kindern auf der schwankenden Fläche. Dadurch dass Cara so früh verschiedene Untergründe kennen lernt, wird sie davor auch später keine Angst haben. Eine Agilitywippe oder einen schmalen Steg überquert sie selbstsicher. Mit 9,4 kg Körpergewicht ist Cara jetzt so schwer wie unsere 6jährige Whippethündin Xena, wobei Xena noch etwas größer ist. Heute ist MeaCara einer französischen Bulldogge und einem 48 kg schweren, sehr großen Rhodesian Ridgeback begegnet. Der freundliche Rhodesian wurde nur kurz angebellt, dann lief sie zu ihm hin und unter ihm durch. Die Bulldogge blieb etwas unheimlich. Der sehr breite Kopf mit der kurzen Nase, das Schnaufen und Röcheln kannte sie überhaupt nicht. Als ich mit Cara neben der Bulldogge herging, traute sie sich an den Rüden heran. Während der Prägephase bis zur ca. 16.Woche sollten Welpen möglichst viele verschiedene Hundetypen zu Gesicht bekommen. Wichtig ist, dass diese Hunde Welpen freundlich gesonnen sind oder sich neutral verhalten und nicht auf die Kleinen ungebremst zustürzen. Lernt der Welpe während der Prägephase z.B. keine Hunde kennen, bei denen das lange Fell die Augen bedeckt und es unmöglich macht die Ohrenstellung ausfindig zu machen, so verunsichern ihn solche“ Fellberge“ später vielleicht. Ein blauäugiger Husky kann irritieren, weil in den stahlblauen Augen die Pupille hervorsticht oder ein Border Collie, wenn er sich heranpirscht, was für diese Rasse ein typisches Verhalten ist, da sie es beim Hüten benötigen. Während der ersten Spielrunde und der kleinen Übungseinheit im Welpenkurs blieb es trocken. Während des Abschlusstobens begann es zu regnen. Da die Welpen fast nur Sonnenschein und trocknes Wetter kennen, gefiel ihnen der Regenguss überhaupt nicht. Sie flüchteten unter die Tische und Bänke und warteten dort das Ende des Schauers ab.
10.05.07: Jetzt liebt MeaCara auch das Fotogeschäft in Tarp, denn dort traf Cara die 2 Wochen ältere Lara, ein Mix aus Lhasa Apso, Beagle und Chihuahua. Ihr Besitzer bat mich, Cara abzuleinen. Dann fegten 2 kleine Tornados durch die verschiedenen Geschäftsräume. Nachmittags lernte MeaCara noch Lara’s Bruder Tommy kennen, als er vor unserem Grundstück stehen blieb. Mit ihm gab es nur eine kleine Toberunde, da Cara mittags geimpft worden war. Ein bis drei Tage nach der Impfung, je nachdem wie heftig die Reaktionen auf die Injektion sind, sollte das Tobe- und Spaziergangprogramm etwas reduziert werden, weil der Körper Energien braucht, um die gewünschte Immunität aufzubauen. Häufig sind Welpen daher 1-2 Tage nach dem Impfen müde. Manche bekommen Durchfall, evtl. Erbrechen, mögen nicht fressen. Fieber kann auch nach dem Impfen auftreten. Oder die Welpen sind unruhig, nörgelig, scheinbar bockig und finden sogar nachts keine Ruhe zum Schlafen. Letzteres traf auf unsere Kleine zu.. Erst nach einem konstitutionell ausgewählten homöopatischen Mittel wurde sie ruhig und schlief dann entspannt.
09.05.07: Heute hat MeaCara den10 Tage jüngeren Golden Retriever Rüden Teo kennengelernt. Erst war er etwas zurückhaltend, weil ihm Cara’s Temperament nicht ganz geheuer war. Ich bremste mein Energiebündel etwas durch einen Griff in ihr Brustgeschirr. Nach ein paar Minuten tobten die beiden ausgelassen. Auf den Spaziergangen liebt sie es, kleine Hänge und Wälle zu erklimmen, auf Mauern längs zu balancieren und sich die Welt von oben zu betrachten.
08.05.07: Wer MeaCara mehrere Tage nicht gesehen hat, staunt, wie groß sie geworden ist. Momentan werden die Läufe immer länger. Die Brustkorbtiefe bildet sich aus und eine etwas hochgezogene Bauchdecke. Als Cara heute Morgen mit mir im Vorgarten war, bellte sie hinter dem kleinen Gartenzaun einen erwachsenen Dackel auf der anderen Seite des Zaunes wohl so eindrucksvoll an, dass er indigniert wegtrabte. Die Kleine schaute mit vielen Falten auf der Stirn hinterher. Diese Wirkung hatte sie nicht erwartet oder sollte er nicht weglaufen? Was wohl in einem Welpenhirn manchmal so vor sich geht? Der bläuliche Farbton der Welpenaugen weicht einer hellen Bernsteinfarbe. Während des Spazierganges zusammen mit unserem Dalmatinerrüden Asjumo hat sie sich erschrocken, weil 20 m entfernt die Kirchenglocken laut hallend zu läuten begangen. Sie hörten gar nicht mehr auf zu läuten. Cara saß verunsichert auf meinen Füssen. Mit diesem Geräusch konnte sie überhaupt nichts anfangen. Dann kamen noch viele Kindergartenkinder. Ich nahm MeaCara auf den Arm und ging fort, damit sie nicht ihre Angst vor dem plötzlichen Kirchenglockengeläute mit dem Anblick der auf sie zukommenden Kinder verknüpft. So verhindere ich, dass bei der nächsten Begegnung mit kleinen Kindern Angst ausgelöst wird. Zu Hause bekam MeaCara Rescue Tropfen (ohne Alkohol), damit sie den Schrecken schnell überwindet. MeaCara liebt ihre Spielzeugkiste, zu der sie immer Zugang hat. Für Hunde gibt es eine Riesenauswahl Kunststoffspielzug, das zwar bunt ist und oft ausgefallene Formen hat. Aber nur Plastikspielzeug ist auf Dauer langweilig. Der Welpe möchte auch mal andere Materialien erfühlen, schmecken und riechen! Neben der Mangrovenwurzel findet Cara in ihrer Wunderkiste: ein Natursisaltau mit Knoten, einen Lederring mit einer geflochtenen Lederschnur, Jutestoffknoten, einen aus Naturwolle gehäkelten Ball der mit unversponnener Schafswolle gefüllt ist. Diesen Ball kann der Welpe aufbeißen und dann die Wolle rauszupfen. Hunde sind Beutereißer und weiden ihre Beute aus, aber heute steht das Fressen meist maulgerecht in der Futterschale. Bekommen sie nicht eine Ersatzbeute zum Zerlegen, muss vielleicht das mit Daunenfedern gefüllte Sofakissen dran glauben. Aus Papprollen und alten Handtüchern basteln wir immer wieder neue Spielzeuge, in denen Leckerlis versteckt sind. Die Kokosnuss (ohne Kokosmilch) ist seit mehreren Welpengenerationen ein interessantes Spielzeug. Fellstücke, Baumwolltaue und verschiedene Juterollen bringen noch mehr Abwechslung. Die Spielzeuge werden immer wieder ausgetauscht. Beobachten Sie immer wieder, was Ihr Welpe mit seinem Spielzeug veranstaltet. Wenn er größer wird, kann er vielleicht Teile davon abbeißen und runterschlucken. Ich hatte schon Welpen im Kurs, die unbeaufsichtigt Nylonstümpfe, Feudel, Antibabypille od.ä. gefressen haben. Cara lieb Autos, besonders wenn sie eine dunkle Farbe haben (unser Auto hat eine dunkle Lackierung). Sie bleibt neben ihnen stehen, schaut mich an, wedelt aufgeregt und schaut Kofferraumklappe oder Wagentür an. An der Straße stieg Cara in einen Transporter, dessen Schiebetür offen stand. Cara, die Autobesetzerin. So schnell kommt man zu einem Auto!!!
07.05.07: MeaCara hat die Folgen der Wurmkur überstanden, sie war 1 Stunde lang zusammen mit Asjumo unterwegs. Erst durch den gewohnten Park an der Treene. Dort buddelte sie, zerrte einen Ast durch die Gegend und beobachtete Enten. Fliegt ein Vogel vor ihr hoch, steht sie vor. Der Nachhauseweg führte heute ein kurzes Stück an der Straße längs, sie saß da und bestaunte ruhig die Autos, LKW’S, Mofas und einen Transporter, der vor ich hin schlich, merkwürdig zischte und stinkende Spuren auf dem Asphalt hinterließ (Fahrzeug des Straßenbauamtes für Fahrbahnmarkierungen) Bei 1 Stunde Spaziergang wird mancher Leser denken, die Gelenke!!! Es wird nicht“ Strecke gemacht“, es geht um das Erkunden und Erfahrungen sammeln. Cara lernt andere Artgenossen und Menschen kennen, viele Untergründe, Straßenverkehr….Wenn ich mit dem 11 Wochen alten Welpen nur 15 Minuten lang spazieren gehen würde, wäre sie auch nicht ausgelastet. Als Folge würde sie 1-2 Stunden durch die Wohnung umherrasen – ist das besser für die Gelenke? Außerdem braucht jeder Hund frische Luft, Wind um die Schnauze und Sonne! Und wie soll ein Hund ausreichend Inputs für den Gehirnaufbau erhalten, wenn er nur so kurz ausgeführt wird. Ungünstig ist es, Welpen auf Hundespielwiesen mit größeren und wilderen Hunden toben zu lassen, die den Welpen über den Haufen rennen. Abzuraten ist ebenfalls von zu langem Toben mit anderen Welpen, sie sind oft so angeregt durch das Spielen und Laufen, dass sie über die körperliche Müdigkeitsschwelle hinaus weiter agieren. In diesem Fall reichen wirklich vielleicht 15 Minuten spielen. Wie lange ein Welpe toben und spazieren gehen darf, was die Gelenke betrifft, hängt individuell von der Rasse und dem Entwicklungsstand ab. So langsam verschwinden die letzten Schorffäden aus Cara’s Fell, Spuren der wilden Tobereien mit den Geschwistern. Regenschirm öffenen und schließen beeindruckt Cara nicht, aber wenn er über sie gehalten wird, ist es ihr etwas unheimlich. Ich stellte ihn aufgespannt ab und legt eine Spur Leckerlis aus, die unter dem Schirm endete. Dank Futter traute sie sich darunter. Welpen haben ein extremes Kaubedürfnis, das im Zahnwechsel noch zunimmt. Daher liegen in der Wohnung verteilt Mangrowenholzstücke herum. Beim Darauf Kauen splittern sie nicht, es können nur einzelne Fasern abgezogen werden. So werden die Holzteile an den Möbeln geschont. Liegt Cara im Korb nagt sie gerne vor dem Einschlafen an diesem Holz oder an einem Kauknochen, der Korbrand bleibt verschont. Welpen kauen gerne beim Einschlafen an einem Gegenstand, da sie als Saugwelpen während des Einschlafens an den Zitzen der Mutterhündin nuckeln. Cara entdeckt die höheren Ebenen in der Wohnung, Regale, Küchentisch auf dem lecker riechender Käse liegt u.ä., jetzt heißt es wieder aufpassen.
06.05.07: Da Cara gestern Morgen gar nicht begeistert vom Spazierengehen war, fuhr ich morgens mit ihr und Xena zur Hundewiese. Ich möchte vermeiden, dass sie eine Aversion gegen Spazierengehen bekommt, weil sie sich nicht ganz wohl fühlt. Die Hundewiese ist ihr vertraut, da sie die Kleine an den Hundegarten bei der Züchterin erinnert. Cara lief von alleine über den Steg, lief über die Wippe und durch den Sacktunnel. Welpen, die bis zu 16. Woche wohldosiert mit vielen verschiedenen Reizen konfrontiert werden, bilden mehr Verknüpfungen zwischen den Hirnnerven und bilden komplexere Assoziationsfelder aus – sie sind intellegenter und souveräner als Welpen, die nicht so gefördert wurden. Wenn wir staubsaugen ist Cara begeistert. Dieses Ding pustet so toll auf der einen Seite Luft raus und dann bewegt sich dieses Teil auch noch. Sie wird dadurch so animiert, dass sie mit ihren Spielsachen durch die Wohnung rast oder kleine Kreise im Gallopp auf dem Teppich dreht. Heute hatte Lutz sie auf das Rattansofa gehoben, als er dort in der Sonne saß und las. Später lag sie wieder auf dem Sofa und genoss die Sonne. Wie sie da rauf gekommen ist, ein Rätsel. Auch heute, die tägliche Autofahrt zur Hundewiese. Kein Wunder, dass sie so gerne Auto fährt, denn nach der 2 km langen Fahrt folgt Toben auf der Wiese. Wir hatten alle 4 Hunde mit. Xena spielte das erste Mal mit MeaCara, sie ließ sich von ihr verfolgen oder machte Spielaufforderungen vor dem Welpen, legte sich vor Cara auf den Rücken und ließ sich von ihr überrollen. Asjumo rannte plötzlich los und forderte MeaCara zu einem Wettrennen auf. Er benahm sich wie ein Junghund, lief im Zick Zack, kugelte durch das Gras, machte Spielaufforderungen. Der 10 jährige Imp ließ sich anstecken und tobte mit. Gibt es eine bessere Verjüngungskur für Hunde? Abends regnete es stark, wir fragten uns, wie es jetzt wohl mit der Stubenreinheit klappt, denn seit Wochen nur Sonnenschein und Trockenheit. Aber Cara lässt sich überhaupt nicht von der Regendusche irritieren.
05.05.07: Heute morgen wollte Cara nur ein kurzes Stück zusammen mit Asjumo spazieren gehen, sie wirkte unsicher, nörgelte und stand irgendwie neben sich. Die Wurmkur! Nachts hatte sie auch Bauchschmerzen gehabt, eine Bauchmassage half. Jetzt auf dem kurzen Spaziergang setzte sie 3 Riesenhaufen ab. Heute war das Therapie- und Behindertenbegleithundseminar, plötzlich waren da noch 3 Hunde mehr: 2 Labradore und einer, der aussah wie Imp, der Whippet. Vorsichtig nahm MeaCara Kontakt auf. Den Whippet Friedrich fand sie interessant, besonders angetan hatte ihr es aber die schwarze Labradorhündin Polly, obwohl sie sich auf einem Spaziergang an ihrem Geburtsort fürchterlich vor einem einjährigen schwarzen Labrador erschrocken hatte, da dieser voller Begeisterung auf sie zugestürmt kam. Jetzt erlaubt Asjumo es Cara oft, zusammen mit ihm in einem Korb zu liegen, sie darf sich ganz an ihn rankuscheln. Außerdem spielt der fast 13 jährige Rüde begeistert mit ihr und lässt sich viel von der Getupften gefallen. Cara läuft Treppen rauf und runter, auch solche, die sehr steil sind – ich weiß, die Gelenke! Cara darf einmal am Tag 5-7 Stufen auf einer rutschfesten Treppe rauf und runterlaufen. Die Aktion wird mit „Treppe rauf“, „Treppe runter“ freigegeben. Können wir die Kleine nicht im Auge haben, werden die Treppen mit Absperrgittern blockiert. Auf diese Weise hat MeaCara keine Angst vor Treppen, wenn sie diese laufen darf. Pfoten abwischen mag sie gar nicht gerne. Anfangs mögen Welpen und Junghunde nicht an den Pfoten und Läufen festgehalten werden. Die Erklärung ist ein instinktives Verhalten: Um einen Caniden außer Gefecht zu setzen, zerbeißt man dem Artgenossen die Vorderläufe oder reißt die Bauchdecke auf. Ich übe das Pfotensäubern behutsam, indem sie einen kleinen Hundekuchen ins Maul bekommt. Während des Kauens nehme ich die Pfote und wische sie ab. Sobald Cara die Spur von Abwehr zeigt, lasse ich die Pfote los.
04.05.07: Gestern Abend haben wir MeaCara gewogen:8,8kg mit knapp 11 Wochen. Bei der Wurfabnahme im Alter von 8 Wochen wog sie gerade 6kg. Erst dachten wir die Waage spielt verrückt, aber das Gewicht vom Whippetrüden zeigte sie korrekt an. Cara hat im Vergleich zum erwachsenen Dalmatinerrüden Asjumo schon ganz schön große Pfoten. Cara’s Endgröße? Überraschung! Dass wir sie auf Anraten des Tierarztes etwas mit Frontlinespray eingesprüht hatten, gefiel ihr gar nicht, denn es stank ekelhaft und sie hatte ein nasses Fell. Aber die Borrelioseerkrankungen haben so unter den Hunden zugenommen, dass wir lieber dem Zeckenbefall vorbeugen möchten. Unser Whippetrüde litt letztes Jahr schwer an dieser Infektionserkrankung. Das Einsprühen hatte Cara schnell vergessen, weil sie einen Jugendlichen gefunden hatte, der mit ihr schmuste. Freitag morgens eine Stunde Walderkundigung zusammen mit Asjumo. Da gab es Höhlen in dichtem Unterholz zu entdecken, kleine Hänge waren toll zum Raufklettern und Runterrasen, dann hopste sie wie ein Fohlen um Asjumo herum, der alles geduldig über sich ergehen ließ. Ganz viel Spaß brachte es, im Gallopp durch das vertrocknete Laub zu fegen. Zwischendurch gab es Sitzpausen, in denen sie sich orientierte, Vögel und Insekten beobachtete oder mit mir schmuste. Immer wieder waren da Menschen, die sich begeistert und freundlich zu MeaCara runterbeugten, mit ihr kuschelten und sie bewunderten. Nachmittags gab es eine kleine Erkundungsrunde zusammen mit Xena im Park, dort spielte sie mit Kindern und Jugendlichen. Cara hat überhaupt keine Höhenangst, sie läuft unbeeindruckt über Brücken, Baumstämme und Stege. Zwei Mädchen waren begeistert von den Hunden und freuten sich, dass sie Xena und MeaCara nach Hause führen durften. MeaCara ist seit gestern wesentlich schneller müde durch die Wurmkur und frisst ihr Futter nur auf, wenn etwas Dosenfleisch druntergemischt wurde. 03.05.07: MeaCara hat sich prima eingelebt: Sie hat gelernt, was dem Menschen gehört und was ihre Spielsachen sind. Stubenreinheit ist kein Problem. Der fast 13 jährige Asjumo fängt an, mit ihr zu spielen. Xena betreut sie so, als ob sie die Mutter wäre – passt nur nicht so ganz von der Größe. Bei MeaCara’s Wachstum können wir wirklich zusehen, sie braucht daher täglich 500 g Junghundtrockenfutter. Asjumo scheint neben ihr zu schrumpfen. Autofahren ist eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, wenn sie könnte, würde sie von alleine reinspringen. Heute ist sie mit mir alleine zum Tarper Einkaufszentrum Mühlenhof gefahren. Ich hatte die Heckklappe geöffnet und im Kofferraum sitzend schaute und schnüffelte sie fern. Wer da so alles längs lief, hörte Autos, LKW’s und Motorräder vorbeifahren, beobachtete scheppernde Einkaufswagen……Besonders spannend war eine Frau die in unserer Nähe lauter verschieden knisternde Packungen, scheppernde Dosen und klirrende Flaschen im Kofferraum verstaute. Nach 15 Minuten Mühlenhof TV legte sich Cara hin. Es gab noch einen kurzen Besuch in der Apotheke, wo sie begeistert begrüßt wurde, das gesamte Personal erschien. Vor allem Erstaunen 10 Wochen alt und so groß!! Neues beliebtes Spielzeug: Kleine geschlossene Pappkartons mit entweder ihrem Lieblingsball oder Leckerlis drin. Entweder beißt sie ein Loch hinein oder sie bekommt den Deckel ab, um an die begehrte Beute zu gelangen.
02.05.07 Heute morgen wurde Cara auf dem Spaziergang von Hundepflegemutter Xena begleitet. Trotzdem nölte sie vor sich hin. Der Grund? Sonst war immer der menschliche Pflegevater Lutz mit, jetzt nur Katharina und Xena. Aber Dank Leckerlis, Spielen und Schnüffeln war die Quengelei aus Unsicherheit schnell vergessen. Als Xena einen Stock trug, raste Cara hinter der Windhündin her – dauert noch eine Weile, bis MeaCara diese schnelle Sprinterin einholen kann. Heute wollte die Kleine einen langen Spaziergang, roch auch überall sehr spannend in der feuchten Luft. Oh, Cara war plötzlich doppelt vorhanden (Haustür aus Glas). Auf MeaCara’s Stirn knautschten sich viele Denkerfalten.“ Warum bewegt sich der andere Dalmatinerwelpe immer genau dort hin, wohin ich mich bewege. Ich gehe auf Ihn zu, er kommt zu mir. Ich gehe weg, er geht weg. Blödes Spiel, ich gehe jetzt!“ Dann wieder dieser Hund mit dem vielen roten Fell und Schlitzaugen. Xena bewachte den Welpen kurz, lief dann freundlich auf den ChowChow zu. Die kleine Dalmatinerin traute sich nach einer Weile in einem Meter Abstand vorbeizulaufen, aber ganz ran, ne lieber noch nicht, vielleicht morgen. Knappe Stunde Ruhen und der kleine Wirbelwind raste mit seinem Spielzeug durch die Wohnung. Besonders beliebt: Küchenpapierrolle, durch die ein Handtuch gezogen ist. Die Großen (Hunde) waren etwas genervt, da die Kleine sie nicht in Ruhe lassen wollten, s i e waren doch müde. Die Menschen stoppten Cara’ s Übereifer und schließlich Onkel Imp, der CaraMia (so genannt, wenn zu frech) kräftig anschnauzte. Pflegeprogramm: Bürsten. „Ich möchte so gerne in die Bürste beißen und mit ihr spielen. Nein?!? Dann knaule ich die Hand durch. Auch nicht. OK, dann nehme ich das tolle Fellstück zum Durchkauen, das Du mir hinhältst. Krallenschneiden und Ohrenreinigen geht am besten, wenn ich im Halbschlaf bin.“ Nachdem MeaCara die älteren Hunde über 2 Stunden in Unruhe versetzte, weil sie von ihr frech angekläfft wurden und diese schon entnervt flüchteten, bin ich mit ihr nachmittags nochmals spazieren gegangen, habe mit ihr geübt. Sie balancierte unerschrocken über Baumstämme und schmale Mauern. Sie wunderte sich über den weghopsenden Frosch und bestaunte die merkwürdig riechenden Ziegen, die auf der Koppel standen. Nach einer kurzen Schlafpause wir sie wieder topfit. Während der Autofahrt saß sie friedlich in ihrer Autobox. Es ging zum Hundeplatz. Dort raste sie mit Xena um die Wette und war begeistert über die große Wiese. Sie lief begeistert durch die Tunnel, stolzierte über den Steg und balancierte unerschrocken über die Wippe. Zu Hause wollte sie am liebsten in der Autobox bleiben, weil ein so weiches dickes Kissen drin liegt und ein leckerer Ochsenziemer. MeaCara ist mit nur 1 Stunde spazieren gehen und schnüffeln bei weitem nicht ausgelastet, sie gehört als Dalmatiner schließlich zu den Laufhunden. Jetzt liegt sie zufrieden im Korb und schläft. Die Großen sind erleichtert – Ruhe!!!! 01.05.07 : Heute wird alles in der neuen Wohnung genauestens untersucht, die Teelichter auf dem Tisch, Buchecken, die man doch eigentlich so schön durchkauen könnte, die eingeknüpften Blumenmotive im Teppich müssen sich doch abpflücken lassen. Na ja, mit einigen von Caras Ideen sind die Menschen nicht so einverstanden, also wird die Spielzeugkiste ausgeräumt und ihr Inhalt in der ganzen Wohnung verteilt. Der Spaziergang ohne die anderen Hunde war 500 Meter lang, weiter wollte Cara alleine nicht von der sicheren Höhle (Wohnung) fort. Auf dem Rückweg lief sie 3 x um unser Auto, ob man da wohl wieder mitfahren kann, das schaukelt einen so schön in den Schlaf. Nachmittags ein Spaziergang zusammen mit unserer Whippethündin Xena. Wenn Menschen MeaCara streichelten, musste Xena kontrollieren, ob auch alles seine Richtigkeit hat. Ein 13jähriger Junge bekam von Cara einen liebevollen sehr feuchten Hundekuss auf seine Nase. Fahrräder, vorbeirasende Inlinescater, Motorräder, Autos alles kein Problem, nur dieser komische rothaarige große Hund mit ganz viel Pelz, einer etwas knautschigen Nase und Schlitzaugen (ChowChow), der war doch etwas unheimlich. Gequietsche als er zu nah kam, lieber aus etwas Distanz anschauen. Cara und Xena übten zusammen Herankommen, Sitz, Platz, Follow me. Rankommen auf Pfiff kann Cara schon, denn die Züchterin hat es über das Füttern eingeübt. Anschließend kam dann doch die Autofahrt. Cara wühlte sich eine Decke zurecht, legte sich hin und ließ sich in den Schlaf schaukeln. Dann der erste kurze Besuch im Altersheim, neugierig wurde alles angeschaut und abgeschnüffelt. Zusammen mit Xena lief Cara durch die Gänge, begrüßte einige Bewohner und durfte bei einer Bewohnerin auf dem Bett liegen. Anschließend begleitete sie eine Bewohnerin neben dem Rollator zu den Essensräumen. Zu Hause spielte sie noch kurz, entdeckte noch einen weiteren Korb und rollte sich hinein. Wahrscheinlich träumt sie jetzt von Mutter Zairas Milchbar, so wie sie vor sich hin schmatzt im Traum. Xena, Imp und Asjumo sind total müde, Welpen betreuen, bewachen und erziehen strengt an.
30.04.07 : Die braun gefleckte Dalmatiner Hündin MeaCara ist bei uns. Bevor wir mit ihr in Ascheberg vom Züchter losfuhren, sind wir und unsere drei erwachsenen Hunde mit MeaCara spazieren gegangen. Sie verschlief dann die gesamte Autofahrt. Autofahren kannte sie schon. Wir haben die Kleine wöchentlich besucht und sind mit ihr ab 6. Lebenswoche eine kurze Strecke mit unserem Auto gefahren. In Tarp angekommen, wurde voller Tatendrang die Wohnung erforscht. Hungrig schlang sie ihre Mahlzeit runter und fiel in einen Hundekorb zum Schlafen. Ersatzmutter Xena erzieht MeaCara, Onkel Asjumo und besonders Imp lassen sich noch vieles von ihr gefallen. Cara ist schon stubenrein, alles wird draußen im Garten erledigt. Toll sind im neuen Zuhause die vielen Hundekörbe und das interessante Spielzeug. Abends nach einem gemeinsamen Spaziergang war sie sehr müde und schlief in einem Korb in der Küche ein. Wir saßen mit den anderen Hunden im Wohnzimmer als sie wach wurde und kläglich bellte. Sie war wach geworden und stellte fest: Neue Umgebung und wo sind meine Geschwister? Vor Schreck gab es einen kleinen See neben dem Korb. Folge: Die Nacht verbrachte MeaCara dann im Arm vom menschlichen Hundevater. Caras Nacht war ruhig im Gegensatz zu der vom Ersatzvater, der zwischendurch liebevoll durch Hundeküsse beweckt wurde. | ||||||||||||||||||||||